Em­pö­rung über US-Ent­schei­dung zu Land­mi­nen

Rheinische Post Hilden - - Politik -

WA­SHING­TON (dpa) Die An­kün­di­gung der US-Re­gie­rung, trotz in­ter­na­tio­na­ler Äch­tung wie­der Land­mi­nen ein­zu­set­zen, hat bei Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen und in der Po­li­tik hef­ti­ge Kri­tik aus­ge­löst. US-Prä­si­dent Do­nald Trump hat­te zu­vor ein Ver­bot der Vor­gän­ger­re­gie­rung auf­ge­ho­ben, wo­durch den Streit­kräf­ten im Be­darfs­fall nun der welt­wei­te Ein­satz von mo­der­nen Land­mi­nen mit Selbst­zer­stö­rungs­funk­ti­on er­laubt ist. Mehr als 160 Staa­ten, dar­un­ter auch Deutsch­land, ha­ben in ei­nem in­ter­na­tio­na­len Ver­trag das Ver­bot der heim­tü­cki­schen Waf­fen ver­ein­bart, weil her­kömm­li­che Land­mi­nen oft noch lan­ge nach dem En­de von Kampf­hand­lun­gen vor Ort ver­blei­ben. Bei Mi­nen­ex­plo­sio­nen wer­den je­des Jahr Tau­sen­de Zi­vil­per­so­nen ver­letzt, ver­stüm­melt oder ge­tö­tet. Die neue Po­li­tik kön­ne „zum To­des­ur­teil für un­schul­di­ge Men­schen wer­den“, er­klär­te Eva Ma­ria Fi­scher von der Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on Han­di­cap In­ter­na­tio­nal Deutsch­land.

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