Po­li­zei: Neue Zu­sam­men­ar­beit am Haupt­bahn­hof

Schwarz­fahr­ten, Kör­per­ver­let­zung, Dro­gen­han­del – die Lan­des­po­li­zei und die Bun­des­po­li­zei möch­ten schnell re­agie­ren.

Rheinische Post Hilden - - Fakten & Hintergrun­d - VON HEN­DRIK GAASTERLAN­D

Lan­des- und Bun­des­po­li­zei ar­bei­ten rund um den Haupt­bahn­hof en­ger zu­sam­men. Micha­el Pot­sch­ka, Lei­ter der Bun­des­po­li­zei­in­spek­ti­on, und Thors­ten Fleiß, Lei­ter der Po­li­zei­in­spek­ti­on Mit­te, er­ar­bei­te­ten ei­ne Ver­ein­ba­rung, die die Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen den Di­enst­stel­len re­gelt und op­ti­miert.

Schwarz­fahr­ten, Kör­per­ver­let­zung, Dro­gen­han­del, Ge­päck-, Ta­schen­und La­den­dieb­stäh­le und ver­such­te Tö­tungs­de­lik­te, täg­lich wer­den im Bahn­hof rund 350 Straf­ta­ten be­gan­gen. Der Haupt­bahn­hof ist Zu­stän­dig­keits­be­reich der Bun­des­po­li­zei und der Au­ßen­be­reich

der der Lan­des­po­li­zei, nun soll es ei­ne „Zu­sam­men­ar­beit oh­ne Gren­zen“ge­ben, wie Fleiß mit­teil­te. Wenn ein Bun­des­po­li­zist je­man­den auf dem Kon­rad-Ade­nau­er-Platz beim Dea­len sieht, ruft er nicht mehr die Kol­le­gen, son­dern greift selbst ein. Die Be­ar­bei­tung der Straf­tat über­gibt er spä­ter. „Die Bür­ger sol­len wis­sen: Egal wel­ches Wap­pen, die Po­li­zei ist für Sie da“, sagt Fleiß.

Die Zu­sam­men­ar­beit sei aber nicht not­wen­dig ge­wor­den, weil es in der Ver­gan­gen­heit Pro­ble­me ge­ge­ben hät­te. Die Po­li­zei will sich wei­ter­ent­wi­ckeln und im Not­fall schnel­ler auf La­gen re­agie­ren kön­nen. „Frü­her hat man ge­war­tet, bis die Spe­zi­al­kräf­te ein­tref­fen. Heu­te müs­sen die Ers­ten am Ein­satz­ort so­fort an die La­ge her­an­ge­hen, mög­lichst den Tä­ter un­schäd­lich ma­chen und Le­ben ret­ten. Die ers­ten Mi­nu­ten sind ent­schei­dend“, sagt Pot­sch­ka. Da­für trai­nie­ren die Be­am­ten von Bun­des- und Lan­des­po­li­zei auch zu­sam­men, im Herbst gibt es ei­ne Übung am Flug­ha­fen.

Rund 270.000 Rei­sen­de pas­sie­ren täg­lich den Düs­sel­dor­fer Haupt­bahn­hof. Hin­zu kom­men ge­schätz­te 30.000 in der U-Bahn. Die neue Ver­ein­ba­rung sorgt nun auch un­ter­ir­disch für ein schnel­le­res Ein­grei­fen der Be­am­ten, denn ei­gent­lich ist die Lan­des­po­li­zei für die U-Bahn zu­stän­dig.

FOTO: GAA

Micha­el Pot­sch­ka (Lei­ter der Bun­des­po­li­zei­in­spek­ti­on Düsseldorf) und Thors­ten Fleiß (Lei­ter der Po­li­zei­in­spek­ti­on Mit­te).

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