Kul­tur für Kurz­ent­schlos­se­ne

Sa­ti­re im Zakk, Kam­mer­mu­sik im Ro­bert-Schu­mann-Saal, Me­lo­di­en in der Ton­hal­le – die Tipps für Ver­an­stal­tun­gen in die­ser Wo­che.

Rheinische Post Hilden - - Freizeit & Genuss - VON DAGMAR HAAS-PILWAT UND HOLGER LODAHL

Sa­voy-Thea­ter Alain Frei ist mit sei­ner neu­en Stand-Up-Come­dy-Show zu­rück auf Tour und stellt sich die Fra­ge „Was darf Hu­mor?“. Sei­ne Ant­wort ist kurz: Al­les. Der ge­bür­ti­ge Schwei­zer mischt seit Jah­ren die deut­sche Come­dy-Sze­ne auf. Mit sei­nem vier­ten Pro­gramm be­gibt er sich auf die Mis­si­on, al­le Gren­zen hin­ter sich zu las­sen. Am Don­ners­tag, 20 Uhr, nimmt Frei im Sa­voy-Thea­ter das Pu­bli­kum mit auf ei­ne Rei­se durch den Wahn­sinn des All­tags.

Zakk Am Don­ners­tag, 20 Uhr, tritt Su­lai­man Ma­so­mi, der stu­dier­te Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft­ler und frisch ge­kür­te Ge­win­ner des Dresd­ner Sa­ti­re-Prei­ses, mit sei­nem Pro­gramm „Mor­gen Land“auf. Ma­so­mis Stü­cke wir­ken lang­sam. Erst sind sie un­ter­halt­sam, aber harm­los. Sind sie je­doch erst ein­mal in die Köp­fe der

Zu­hö­rer ein­ge­drun­gen, ent­fal­ten sie ih­re vol­le Wir­kung und die Bot­schaft hin­ter den Wor­ten wird deut­lich.

Schau­spiel­haus „Thea­ter der Welt“zählt zu den be­deu­tends­ten Fes­ti­vals für zeit­ge­nös­si­sches Thea­ter, Tanz und Per­for­mance. Die­ses Jahr gas­tiert es im Mai 17 Ta­ge in Düsseldorf und lädt mehr als 400 Künst­ler von al­len fünf Kon­ti­nen­ten in die Stadt ein. Sie ge­ben mit her­aus­ra­gen­den neu­en Thea­ter­pro­duk­tio­nen und sehr per­sön­li­chen Ar­bei­ten in­ter­es­san­te Ein­bli­cke in das Le­ben fern­ab von Eu­ro­pa. Ins­ze­nie­run­gen aus Ka­na­da, Aus­tra­li­en, In­do­ne­si­en, Chi­na, Süd­afri­ka und aus dem Iran schil­dern den Reich­tum kul­tu­rel­ler Viel­falt, aber auch die Her­aus­for­de­run­gen wie den Um­gang mit Min­der­hei­ten und den glo­ba­len Wan­del in Po­li­tik und Um­welt. Am Frei­tag, 18 Uhr, stellt Pro­gramm­di­rek­tor Ste­fan Schmidtke das Fes­ti­val im Foy­er des Schau­spiel­hau­ses vor.

Ro­bert-Schu­mann-Saal In der Rei­he Er­s­tKlas­sik! tre­ten am Sonn­tag, 17 Uhr, drei Meis­ter ih­res Fachs auf: Da­ni­el Ot­ten­sa­mer (Kla­ri­net­te), Ste­phan Koncz (Vio­lon­cel­lo) und Christoph Trax­ler (Kla­vier). Zu hö­ren sind Wer­ke von Lud­wig van Beet­ho­ven, Dmi­tri Schosta­ko­witsch, Fran­cis Pou­lenc und Jo­han­nes Brahms.

Kon­zert­haus Ton­hal­le

Der Chor der Lan­des­re­gie­rung, 1977 von dem Düs­sel­dor­fer Di­ri­gen­ten Franz Lamprecht ins Le­ben ge­ru­fen, ver­an­stal­tet seit nun­mehr weit län­ger als 30 Jah­ren die Kon­zert­rei­he „ars mu­si­ca“in der Ton­hal­le. Das Pro­gramm um­fasst Orches­ter- eben­so wie Chor­kon­zer­te, dar­un­ter die be­lieb­ten Weih­nachts- und Neu­jahrs­ver­an­stal­tun­gen und die Kon­zert­rei­he „Zau­ber der Me­lo­die“. Am Sonn­tag, 11 Uhr, kon­zer­tie­ren die Rus­si­sche Kam­mer­phil­har­mo­nie St. Pe­ters­burg und der Ba­ri­ton Bog­dan Ba­ciu. Zu hö­ren sind Wer­ke von Lé­har,

Goun­od, North, Macder­mot, Mo­zart, Ro­sen­man, Wil­li­ams, Ros­si­ni, von Sup­pé, Arm­strong und Strauss.

Tanz­haus NRW

Meredith Monk gilt als ei­ne der ein­fluss­reichs­ten und be­deu­tends­ten Künst­ler un­se­rer Zeit. Mit dem Kon­zert am Frei­tag und Sams­tag, 20 Uhr, stellt sie ihr neu­es Werk ge­mein­sam mit den Prot­ago­nis­tin­nen ih­res Vo­kal-En­sem­bles vor. Im Zen­trum ste­hen ex­pe­ri­men­tier­freu­di­ge Kom­po­si­tio­nen für Stim­me, Vio­li­ne, Pia­no und Key­board. „Cel­lu­lar Songs“fei­er­te im März 2018

Pre­mie­re vor aus­ver­kauf­tem Haus der Brook­lyn Aca­de­my of Mu­sic.

FFT Ju­ta

Nach „Kaf­ka in Won­der­land“prä­sen­tiert das Künst­ler­duo half past sel­ber schuld am Don­ners­tag und Sams­tag, 20 Uhr, sei­nen ers­ten eng­lisch­spra­chi­gen Büh­nen­co­mic. „The Last Mor­tal – der letz­te Sterb­li­che“be­fasst sich mit dem ewi­gen Kampf des Men­schen ge­gen Krank­heit und Tod. Der Me­ga­kon­zern Won­der­land ist wei­ter da­bei, den Men­schen mit tech­no­lo­gi­schen Mit­teln zu ver­bes­sern. Da wird Ale­xa zur Welt­prä­si­den­tin und Big Da­ta

er­scheint als Su­per­held, der je­dem sei­ne Hil­fe an­bie­tet, oh­ne al­ler­dings zu un­ter­schei­den, wer da ei­gent­lich mit In­for­ma­tio­nen ver­sorgt wird.

Ca­pi­tol-Thea­ter Heu­te fei­ert das Mu­si­cal „Berlin, Berlin“sei­ne Pre­mie­re. Die Hand­lung spielt im Ad­mi­rals­pa­last um 1930 mit Mu­sik, Tanz und Schnaps. Die Künst­ler fei­ern bei vie­len Lie­dern, bis die Na­zis dem En­ter­tain­ment ein En­de set­zen. Das Mu­si­cal ist bis Sams­tag zu se­hen, je­weils um 19.30 Uhr, Sams­tag auch um 15 Uhr und Sonn­tag um 14 Uhr und um 18.30 Uhr.

FOTO: JIULIETTA CER­VAN­TES

Meredith Monk kom­po­niert für Stim­me, Vio­li­ne, Pia­no und Key­board, zu hö­ren im Tanz­haus.

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