Ad­ler kom­men über ein Un­ent­schie­den nicht hin­aus

Der Re­gio­nal­li­ga-Auf­stei­ger hat wei­ter­hin Pro­ble­me.

Rheinische Post Hilden - - Sport Lokal - VON KLAUS MÜL­LER

HSG Ad­ler Ha­an – HC Wei­den 26.26 (13:12) (Frau­en).

And­re Wer­ni­cke konn­te ei­ne ge­wis­se Ent­täu­schung nicht ver­ber­gen. „Ge­gen den HC Wei­den hat­te ich mir ei­gent­lich im Kampf um den Klas­sen­er­halt ei­nen Sieg aus­ge­rech­net. Mit dem Re­mis kann ich aber le­ben. Es ist im­mer­hin der ers­te Punkt, den wir in die­ser Sai­son in der ei­ge­nen Hal­le hol­ten“, ana­ly­sier­te er. Der Coach der Haaner Re­gio­nal­li­ga-Hand­bal­le­rin­nen, der zu­meist op­ti­mis­tisch in die Zu­kunft schaut, trau­er­te nicht lan­ge ei­nem mög­li­chen Er­folg nach, son­dern ge­wann dem Un­ent­schie­den et­was Po­si­ti­ves ab. „Wenn es letzt­lich auch nur ein Zäh­ler war, kann auch die­ser ei­ne Punkt für Selbst­ver­trau­en bei mei­ner jun­gen Mann­schaft sor­gen“, stell­te er fest.

Die Gast­ge­be­rin­nen be­gan­nen wie in den letz­ten Be­geg­nun­gen forsch und la­gen schnell mit 5:2 vorn. Wei­den fand da­nach ins Spiel und nach 14 Mi­nu­ten er­ziel­ten die Gäs­te den Aus­gleich zum 6:6. Da­nach führ­ten die Ad­ler je­weils mit ei­nem oder zwei To­ren, ehe Wei­den zum 10:10 (24.) aus­glich. Mit ei­ner 13:12-Füh­rung gin­gen die Haa­ne­rin­nen

in die Pau­se.

Im zwei­ten Durch­gang sa­hen die Zu­schau­er wei­ter­hin ei­ne aus­ge­gli­che­ne Par­tie mit wech­seln­den Füh­run­gen. In der Schluss­pha­se wur­de es span­nend, da sich kei­ne Mann­schaft ent­schei­dend ab­set­zen konn­te. Die Gäs­te führ­ten mit 26:25, doch Nach­wuchs­ta­lent Iri­na Bob be­hielt in der Schluss­mi­nu­te die Ner­ven und ver­wan­del­te ei­nen Sie­ben­me­ter zum 26:26. Da­nach ver­gab Na­di­ne Höl­ter­hoff so­gar noch ei­ne kla­re Mög­lich­keit zum Sieg­tref­fer.

„Mei­ne Mä­dels ha­ben Moral ge­zeigt und ei­ne dro­hen­de Nie­der­la­ge ab­ge­wen­det. Das lässt mich für die wei­te­re Rück­se­rie hof­fen“, sag­te Wer­ni­cke. Er fand aber kri­ti­sche Wor­te zur Schieds­rich­ter-Leis­tung mit der er über­haupt nicht ein­ver­stan­den war. „Ich kann mich des Ein­drucks nicht er­weh­ren, dass wir in die­ser Spiel­zeit als Auf­stei­ger von ei­ni­gen Un­par­tei­ischen be­nach­tei­ligt wer­den. Das war vor al­lem ge­gen Wei­den ganz krass“, er­klär­te der Coach.

HSG Ad­ler Ha­an:

Sieg­mund, Kas­per – Wel­ler (2), Höl­ter­hoff (7/5); Ter­hardt (2), Bo­rut­ta, En­gel (1), Hoppe (3), Woo­di­wiss, Karsch (2), Bolz, Bob (5/1), Fa­gi­en (3/1), Hei­nen (1).

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