Was wir von Al­gen und Pil­zen ler­nen kön­nen

2020 ist das Wis­sen­schafts­jahr der Bio­öko­no­mie. Zahl­rei­che Pro­jek­te zei­gen, wie der Mensch nach­hal­tig von und mit der Na­tur le­ben kann.

Rheinische Post Hilden - - Wissen - VON RE­GI­NA HARTLEB

BER­LIN Ei­ne Um­welt, von und mit der al­le Men­schen gut und auf lan­ge Sicht ge­sund le­ben kön­nen. Ei­nen Pla­ne­ten, der nicht zu­sam­men­bricht un­ter ei­ner ex­plo­die­ren­den Welt­be­völ­ke­rung, aus­ster­ben­den Ar­ten und ka­put­ten Kon­ti­nen­ten. Wer will das nicht? Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wis­sen­schaft und For­schung möch­te sei­nen Bei­trag leis­ten, die Pro­ble­me des Kli­ma­wan­dels zu lö­sen. Des­halb hat das Mi­nis­te­ri­um das ak­tu­el­le Jahr zum Wis­sen­schafts­jahr der Bio­öko­no­mie er­klärt. Wo­rum es da­bei geht:

Was ist Bio­öko­no­mie?

Me­di­zin aus Al­gen, Bak­te­ri­en, die zur Ener­gie­ge­win­nung ein­ge­setzt wer­den, Pil­ze als Öko­bau­stof­fe – dies und vie­les mehr ist Bio­öko­no­mie. Hier geht es um die nach­hal­ti­ge und ef­fi­zi­en­te Her­stel­lung, Ver­ar­bei­tung und Nut­zung bio­lo­gi­scher Res­sour­cen. An­ders for­mu­liert: Wie kann der Mensch Tie­re, Pflan­zen und Mi­kro­or­ga­nis­men best­mög­lich und um­welt­ver­träg­lich nut­zen? Das Kern­ziel der Bio­öko­no­mie ist die Ab­kehr von ei­ner erd­öl­ba­sier­ten Wirt­schaft.

War­um ein Wis­sen­schafts­jahr?

Seit dem Jahr 2000 ruft das Bun­des­mi­nis­te­ri­um

für Bil­dung und For­schung ein spe­zi­el­les Jah­res­mot­to aus. So möch­te die Po­li­tik die Bür­ger mit­neh­men auf dem Weg in die Wis­sen­schaft und brei­te öf­fent­li­che De­bat­ten an­sto­ßen zu Bil­dungs­the­men al­ler Dis­zi­pli­nen. Zahl­rei­che Part­ner aus Po­li­tik, Wirt­schaft und Wis­sen­schaft ma­chen seit Jah­ren mit. So gibt es vie­le An­ge­bo­te, die le­bens­nah und an­schau­lich das We­sen der Wis­sen­schaft und ih­ren viel­fäl­ti­gen Nut­zen ver­mit­teln. Vor al­lem für Kin­der und Schü­ler ha­ben sich die Ma­cher im Bun­des­mi­nis­te­ri­um zum Ju­bi­lä­ums­jahr ei­ni­ges aus­ge­dacht.

Schwim­men­de Ausstellun­g

Die MS Wis­sen­schaft sticht am 16. Ju­ni in See und wird bis Ok­to­ber an vie­len Sta­tio­nen in Deutsch­land Halt ma­chen. Mit an Bord: Ei­ne in­ter­ak­ti­ve Ausstellun­g rund um die Bio­öko­no­mie. Sie zeigt neue Tech­no­lo­gi­en und Ver­fah­ren, die da­bei hel­fen kön­nen, nach­hal­ti­ger und um­welt­freund­li­cher mit Res­sour­cen zu haus­hal­ten. Ein idea­ler Klas­sen­aus­flug für Schü­ler ab 12 Jah­ren. www.ms-wis­sen­schaft.de

For­schungs­bör­se Egal ob Astro­phy­sik, Mee­res­bio­lo­gie, Geo­gra­fie oder Phi­lo­so­phie – über die For­schungs­bör­se

kom­men Schü­ler und Wis­sen­schaft­ler in Kon­takt. Denn Schul­klas­sen ha­ben hier die Mög­lich­keit, kos­ten­frei Ex­per­ten zu ih­rem Lieb­lings­the­ma ein­zu­la­den und mit ih­nen Fra­gen der Bio­öko­no­mie zu dis­ku­tie­ren. Über 1000 Ex­per­ten sind in der For­schungs­bör­se re­gis­triert und war­ten auf ei­ne An­fra­ge. www.for­schungs­bo­er­se.de

Es­cape Room und Sci­ence Slam

Kno­bel­freun­de kön­nen im Es­cape Room den Aus­weg aus ei­ner kli­ma­un­ver­träg­li­chen Wirt­schaft fin­den. Hier sind All­tags­ge­gen­stän­de ver­steckt, in de­nen je­de Men­ge Bio­öko­no­mie

steckt. Wer sie fin­det, hat bes­te Chan­cen zu ent­kom­men. Der mo­bi­le Es­cape Room macht das gan­ze Jahr über Sta­ti­on in vie­len Städ­ten und auf Fes­ti­vals.

Aber nicht nur Na­tur­wis­sen­schaft­ler, auch Poe­ten kön­nen sich ein­brin­gen im Jahr der Bio­öko­no­mie. Beim Sci­ence Slam ist Wort­akro­ba­tik ge­fragt. Re­de­ge­wand­te Nach­wuchs­for­scher kön­nen sich auf vier re­gio­na­len Wett­be­wer­ben prä­sen­tie­ren. Die Fi­na­lis­ten tref­fen sich im Ber­li­ner Tem­po­drom.

In­fo und Pro­gram­me un­ter www.wis­sen­schafts­jahr.de

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