Hand­werks­kam­mer lud zum Azu­bi-Speed-Da­ting

In­ter­es­sier­te konn­ten sich am Mitt­woch über 50 ver­schie­de­ne Aus­bil­dungs­be­ru­fe in­for­mie­ren und mög­li­che Ar­beit­ge­ber di­rekt zum Ge­spräch tref­fen.

Rheinische Post Hilden - - Düsseldorf­er Wirtschaft - VON MAJA SAIDI

Mehr als 700 Be­su­cher ha­ben am Mitt­woch ein Azu­bi-Speed-Da­ting der Düs­sel­dor­fer Hand­werks­kam­mer be­sucht. 80 Fir­men mit 50 ver­schie­de­nen Aus­bil­dungs­be­ru­fen wa­ren ver­tre­ten und 300 Lehr­stel­len zu ver­ge­ben. Die Band­brei­te reich­te von Be­ru­fen wie Au­gen­op­ti­kern, über Ma­ler bis hin zu Zwei­rad­me­cha­tro­ni­kern.

Das Kon­zept war ein­fach ge­hal­ten: Die Ver­tre­ter der Be­trie­be und die jun­gen In­ter­es­sen­ten hat­ten je­weils zehn Mi­nu­ten Zeit, um sich in ei­nem Ge­spräch ken­nen­zu­ler­nen, dann wur­de ge­wech­selt für das nächs­te Date. Ei­ni­ge hat­ten Le­bens­läu­fe oder Zeug­nis­se da­bei, ein Muss war das aber nicht. Ei­ne kon­kre­te Be­wer­bung konn­te man gleich vor Ort ein­rei­chen.

Die Hand­werks­kam­mer will mit Ak­tio­nen wie dem Speed-Da­ting jun­ge Men­schen für das Hand­werk be­geis­tern. Nach wie vor, be­to­nen die Fir­men, woll­ten vie­le lie­ber stu­die­ren. Auch Da­vid Zü­low (Zü­low Elek­tro­nik) sieht die­se Ten­denz. Ei­ne Aus­bil­dung ste­he ei­nem Stu­di­um je­doch in nichts nach, sagt er. El­tern und Leh­rer rie­ten Ju­gend­li­chen oft zum Stu­di­um – ob­wohl man mit ei­ner gu­ten hand­werk­li­chen Aus­bil­dung gut ei­nen Job fin­den kön­ne. Zü­low Elek­tro­nik be­schäf­tigt 24 Azu­bis, beim Speed-Da­ting wur­de mit 20 In­ter­es­sier­ten ge­spro­chen. Dar­un­ter wa­ren üb­ri­gens auch vie­le Frau­en, die sich je­doch meist ür die kauf­män­ni­sche Aus­bil­dung in­ter­es­sier­ten – ob­wohl vie­le kör­per­lich an­stren­gen­de Auf­ga­ben auch von Ma­schi­nen über­nom­men wer­den.

So­phie Hin­kel von der Bä­cke­rei Hin­kel kann je­den­falls nicht nach­voll­zie­hen, dass in ih­rer Bran­che die Frau­en bis­lang un­ter­re­prä­sen­tiert sind. Der Be­ruf des Bä­ckers wer­de im­mer noch zu 80 Pro­zent von

Män­nern aus­ge­übt, sagt sie. „Traut euch“, sagt Hin­kel an Be­wer­be­rin­nen ge­wandt. Sie selbst will in ei­ni­gen Jah­ren den Be­trieb ih­res Va­ters über­neh­men.

Hand­werks­kam­mer-Prä­si­dent Andre­as Eh­lert blickt ins­ge­samt po­si­tiv auf das an­ste­hen­de Aus­bil­dungs­jahr 2020. Man ha­be bei der Ver­an­stal­tung ei­nen gro­ßen Zu­lauf ver­zeich­net. Wie vie­le Aus­bil­dungs­ver­hält­nis­se am En­de auf das Event zu­rück­ge­hen, wird in rund zwei bis drei Mo­na­ten er­kenn­bar sein. Dann soll­ten die Lehr­ver­trä­ge zur Ein­tra­gung bei der Hand­werks­kam­mer an­ge­kom­men sein.

FO­TO: HAND­WERKS­KAM­MER/WIL­FRIED MEY­ER

Vie­le In­ter­es­sier­te in­for­mier­ten sich bei der Hand­werks­kam­mer über mög­li­che Aus­bil­dungs­stel­len.

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