Neu­er Groß­in­ves­tor für Deut­sche Bank

Der Ak­ti­en­kurs der größ­ten deut­schen Bank steigt um 13,5 Pro­zent.

Rheinische Post Hilden - - Wirtschaft -

FRANK­FURT (gw) Lang­sam aber si­cher ent­wi­ckelt sich die Deut­sche Bank zum Lieb­ling der Bör­sia­ner. Mehr als 13 Pro­zent hat die Ak­tie der größ­ten deut­schen Bank am Don­ners­tag zu­ge­legt, nach­dem die US-ame­ri­ka­ni­sche In­vest­ment­ge­sell­schaft Ca­pi­tal Group ih­ren Ein­stieg in Frank­furt be­kannt­ge­ge­ben hat­te. Seit An­fang De­zem­ber des ver­gan­ge­nen Jah­res ist der Kurs um mehr als 40 Pro­zent ge­stie­gen, auf dem Ni­veau war er zu­letzt im Ok­to­ber 2018. Das Re­kord­tief aus dem Som­mer des ver­gan­ge­nen Jah­res, als das Pa­pier auf deut­lich we­ni­ger als sechs Eu­ro ab­ge­stürzt war, scheint ver­ges­sen.

Die Ame­ri­ka­ner gel­ten mit ih­rem In­vest­ment als zu­sätz­li­cher Sta­bi­li­täts­fak­tor.

Bei der Deut­schen Bank ist Ca­pi­tal Group auch kein Un­be­kann­ter. Die Ge­sell­schaft war vor Jah­ren schon mal im Ak­tio­närs­kreis ver­tre­ten und ge­hört nun wie­der zu den gro­ßen An­teils­eig­nern – ne­ben In­ves­to­ren wie den ka­ta­ri­schen Scheichs, der US-Fonds­ge­sell­schaft Black­rock und dem Fi­nanz­in­ves­tor Cer­be­rus.

Ca­pi­tal Group ver­wal­tet nach ei­ge­nen An­ga­ben ein Fonds­ver­mö­gen von knapp zwei Bil­lio­nen Dol­lar (et­wa 1,8 Bil­lio­nen Eu­ro). Al­lein die Lis­te der Be­tei­li­gun­gen an gro­ßen deut­schen Un­ter­neh­men liest sich wie das Who is Who der Wirt­schaft: Deut­sche Bank, Bay­er, SAP, Sie­mens, Volks­wa­gen, In­fi­ne­on und Axel Sprin­ger.

Der neue An­teils­eig­ner spricht von län­ger­fris­ti­ger Ori­en­tie­rung, was bei der Deut­schen Bank na­tür­lich gut an­kommt. „Wir freu­en uns über al­le Ak­tio­nä­re, be­son­ders über sol­che, die ei­ne Er­fah­rung und Glaub­wür­dig­keit wie Ca­pi­tal mit­brin­gen“, sag­te ein Spre­cher am Don­ners­tag. Der In­ves­tor aus den Ver­ei­nig­ten Staa­ten selbst woll­te sich nicht äu­ßern.

Die Deut­sche Bank steckt mit­ten im größ­ten Um­bau der Kon­zern­ge­schich­te und will da­bei nach bis­he­ri­gen An­ga­ben et­wa 18.000 Ar­beits­plät­ze strei­chen. In der ver­gan­ge­nen Wo­che hat­te die Bank mit ei­nem Mi­nus von 5,7 Mil­li­ar­den Eu­ro den fünf­ten Jah­res­ver­lust in Fol­ge ver­kün­det.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.