Kar­ne­va­lis­ten sol­len Ra­batt in der Rhein­ter­ras­se be­kom­men

Ober­bür­ger­meis­ter Gei­sel ver­kün­de­te im Rat, er ha­be ei­ne Ei­ni­gung mit der Fir­ma Stock­heim er­zielt, was die Mie­te für den Ver­an­stal­tungs­saal be­trifft.

Rheinische Post Hilden - - Mensch & Stadt - VON HEN­DRIK GAASTERLAN­D UND HE­LE­NE PAWLITZKI

Ei­gent­lich woll­te die CDU im Stadt­rat am Don­ners­tag ei­nen An­trag zur Un­ter­stüt­zung des Brauch­tums in Düsseldorf stel­len, nach­dem im ver­gan­ge­nen Ok­to­ber be­kannt ge­wor­den war, dass für Kar­ne­vals­ver­ei­ne das Fei­ern in der Rhein­ter­ras­se teu­rer wird. Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Gei­sel (SPD) mach­te den An­trag je­doch ge­gen­stands­los, in­dem er ver­kün­de­te, dass er ei­ne Ei­ni­gung mit dem Päch­ter, der Fir­ma Stock­heim, er­zielt hat. Für die Ses­si­on 2021 ei­nig­te sich Stock­heim mit dem OB auf ei­nen Ra­batt von 50 Pro­zent auf die Raum­mie­te. Die Kar­ne­vals­freun­de der ka­tho­li­schen Ju­gend (Ka­ka­Ju) sol­len im nächs­ten Jahr nur Mie­te für den Rad­schlä­ger-Saal be­zah­len müs­sen.

Ka­ka­Ju-Prä­si­dent Tho­mas Pup­pe zeig­te sich zu­frie­den. „Ich freue mich tie­risch!“Die Ka­ka­Ju müs­se für ih­re Ver­an­stal­tun­gen in der Rhein­ter­ras­se nicht nur den gro­ßen Rad­schlä­ger­saal, son­dern noch zwei wei­te­re Räu­me an­mie­ten. Dar­in sei­en die Tanz­grup­pen und – im Fall der Kin­der­tanz­gar­de – auch El­tern un­ter­ge­bracht ge­we­sen. Mit Rei­ni­gungs­und Ener­gie­kos­ten wä­ren laut Pup­pe in der Ses­si­on 2020/21 12.000 Eu­ro Mie­te an­ge­fal­len. „Da­mit wä­ren wir hei­mat­los ge­wor­den.“Der Gei­sel-Deal wä­re dem­ent­spre­chend „ei­ne ech­te Er­leich­te­rung“.

Auch Hans-Jürgen Tüll­mann, Prä­si­dent des Co­mit­tees Düs­sel­dor­fer Car­ne­val (CC), freut sich. „Das klingt nach ei­ner sehr, sehr gu­ten Lö­sung. Es hat sich al­so doch ge­lohnt, da­für zu kämp­fen!“Die Kar­ne­va­lis­ten könn­ten nun nach vor­ne bli­cken. Wich­tig sei al­ler­dings, dass der Ra­batt auch über 2021 hin­aus gül­tig blei­be. „Ei­ne Lö­sung für nur ei­ne Ses­si­on bräch­te uns we­nig.“

Ob der Deal auch für das Som­mer­brauch­tum gilt, ist noch un­klar. Der

Ober­bür­ger­meis­ter sag­te im Rat, dass die Mie­te zu­letzt „auch lä­cher­lich we­nig“ge­we­sen sei. Tat­säch­lich hat­te Stock­heim bis zu der lau­fen­den Ses­si­on für die Kar­ne­vals­ver­an­stal­tun­gen nur 500 Eu­ro be­rech­net – ein Be­trag, der al­len Sei­ten zu­fol­ge nicht wirt­schaft­lich war. In die­ser Ses­si­on hat­te Stock­heim zum ers­ten Mal hö­he­re Miet­prei­se an­ge­setzt – zu­meist nied­rig vier­stel­lig. Zur nächs­ten Ses­si­on hät­ten sich die Prei­se er­neut kräf­tig er­hö­hen sol­len. Ge­schäfts­füh­re­rin Marg­ret Stock­heim war bis Re­dak­ti­ons­schluss nicht für Stel­lung­nah­men zu er­rei­chen.

Die Rhein­ter­ras­se ge­hört der Stadt, die an Stock­heim ver­pach­tet. Zu­ge­ständ­nis­se bei der Pacht sind laut Gei­sel nicht ge­macht wor­den. Rü­di­ger Gutt (CDU) kri­ti­sier­te den OB den­noch, da er für die Lö­sung meh­re­re Mo­na­te ge­braucht ha­be. Gutt nann­te es „pein­lich“, was Gei­sel dar­auf­hin „an­ma­ßend“fand.

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