Der Nord­ir­land-Kon­flikt im Über­blick

Rheinische Post Hilden - - Stimme Des Westens -

Vor­ge­schich­te Der Kon­flikt re­sul­tier­te aus der Auf­tei­lung Ir­lands in Nord­ir­land und die Re­pu­blik Ir­land im Jahr 1922. Der ka­tho­lisch ge­präg­te Sü­den war wie­der ein ei­gen­stän­di­ger Staat, der pro­tes­tan­tisch ge­präg­te Nor­den blieb Teil des Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reichs.

Trou­bles So wird der Kon­flikt, der nicht nur ein re­li­giö­ser, son­dern auch ein po­li­ti­scher ist, im Volks­mund ge­nannt. En­de der 1960er Jah­re ent­stand in Nord­ir­land ei­ne Bür­ger­rechts­be­we­gung, die sich ge­gen die sys­te­ma­ti­sche Be­nach­tei­li­gung von Ka­tho­li­ken aus­sprach. Da­her kam es ab 1968 im­mer wie­der zu Aus­schrei­tun­gen zwi­schen Ka­tho­li­ken und Pro­tes­tan­ten.

Batt­le of the Bogside

Am 12. Au­gust 1969 lie­fer­ten sich bei­de La­ger hef­ti­ge Stra­ßen­schlach­ten – un­ter­ein­an­der und mit der Po­li­zei. Bis in die 90er Jah­re hin­ein gab es im­mer wie­der Aus­ein­an­der­set­zun­gen, bei de­nen, auch durch die Ter­ror­grup­pie­rung IRA (Iri­sche Re­pu­bli­ka­ni­sche Ar­mee), ins­ge­samt mehr als 3000 Men­schen ums Le­ben ka­men.

Kar­frei­tags­ab­kom­men Am 10. April 1998 fand der Kon­flikt ein En­de. Bei­de Sei­ten ver­ein­bar­ten, dass die nord­iri­sche Re­gie­rung ih­re Macht zum Vor­teil al­ler aus­übt.

FO­TO: DPA

Die­ses Bild in Lon­don­der­ry er­in­nert an den Bür­ger­krieg.

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