Mer­kel lobt Un­garns Wirt­schaft

Das Land ha­be sich mit klu­gen In­ves­ti­tio­nen aus ei­ner schwie­ri­gen La­ge ma­nö­vriert.

Rheinische Post Hilden - - Politik -

BER­LIN (dpa) Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel hat die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung im EU-Land Un­garn ge­wür­digt. Bei ei­nem Be­such von Mi­nis­ter­prä­si­dent Vik­tor Or­bán be­kräf­tig­te sie am Mon­tag in Ber­lin die Be­deu­tung der Zu­sam­men­ar­beit mit dem Land. „Die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung, ge­ra­de in Un­garn, hat sich sehr, sehr po­si­tiv ge­stal­tet, ich glau­be auch we­gen der Eu­ro­päi­schen Uni­on“, sag­te die CDU-Po­li­ti­ke­rin. Un­garn ge­hö­re zu den Län­dern, die aus ei­ner sehr schwie­ri­gen Si­tua­ti­on her­aus „durch klu­ge In­ves­ti­tio­nen, durch Auf­bau der Wirt­schaft“heu­te Fach­kräf­te such­ten und sich nicht mit Ar­beits­lo­sig­keit be­fass­ten. „Wir ha­ben ei­ne ganz en­ge Ver­qui­ckung un­se­rer Volks­wirt­schaf­ten“, sag­te die CDU-Po­li­ti­ke­rin. Or­bán sag­te, die deutsch-un­ga­ri­sche Han­dels­bi­lanz

ha­be Jahr für Jahr Re­kor­de ein­ge­fah­ren und lie­ge nun für 2019 bei über 55 Mil­li­ar­den Eu­ro. Dies be­tref­fe den bi­la­te­ra­len Handel.

Or­bán dringt fer­ner auf ei­nen Ab­schluss der EU-Auf­nah­me­ge­sprä­che mit Ser­bi­en. „Die Ge­sprä­che müs­sen be­schleu­nigt und ab­ge­schlos­sen wer­den. Nur so kann ei­ne Sta­bi­li­sie­rung der West­bal­kan­re­gi­on er­reicht wer­den.“Mer­kel und Or­bán be­kräf­tig­ten den Wunsch, dass der EU-Gip­fel im März zu­dem den Start­schuss für die Bei­tritts­ge­sprä­che mit den West­bal­kan­län­dern Al­ba­ni­en und Nord­ma­ze­do­ni­en ge­ben sol­le. Bis­her hat­te Frank­reich dies ver­hin­dert. Or­bán äu­ßer­te sich op­ti­mis­tisch, dass auf dem Son­der­gip­fel zum EU-Fi­nanz­rah­men bis 2028 En­de Fe­bru­ar in Brüs­sel ei­ne Ei­ni­gung ge­lin­gen kön­ne. Mer­kel be­ton­te, dass für Un­garn als ost­eu­ro­päi­sches Land die Struk­tur- und Ko­hä­si­ons­mit­tel der EU wich­tig sei­en. Dies gel­te aber auch für ost­deut­sche Bun­des­län­der.

Am 20. Fe­bru­ar wol­len die 27 EU-Re­gie­rungs­chefs ver­su­chen, sich auf den sie­ben­jäh­ri­gen EU-Fi­nanz­rah­men ab 2021 mit ei­nem Vo­lu­men von rund ei­ner Bil­li­on Eu­ro zu ei­ni­gen.

FO­TO: IMAGO IMAGES

Vik­tor Or­bán und An­ge­la Mer­kel bei der Pres­se­kon­fe­renz.

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