We­gen Golf­kri­se fällt der Zug am Ro­sen­mon­tag aus

Rheinische Post Hilden - - Fakten & Hintergrun­d -

11. Fe­bru­ar 1991

(tber) Am lau­te­ten ei­ni­ge Schlag­zei­len „Kein Hel­au zum Krieg“. Nach­dem schon An­fang des Jah­res 1991 De­mons­tra­tio­nen und Mahn­wa­chen ge­gen die krie­ge­ri­schen Es­ka­la­tio­nen in der Golf­re­gi­on star­te­ten, ist nun auch den Kar­ne­va­lis­ten nicht so sehr nach Fei­ern zu­mu­te, in man­chen Städ­ten der Re­gi­on spricht man vom „Kar­ne­val auf Spar­flam­me“. Am frü­hen Mor­gen des 17. Ja­nu­ar be­ginnt die „Ope­ra­ti­on De­sert Storm“ei­ner in­ter­na­tio­na­len Mi­li­tär­al­li­anz zur Be­frei­ung Ku­waits. In Düs­sel­dorf, Köln oder Mainz fal­len des­halb am 11. Fe­bru­ar die Ro­sen­mon­tags­zü­ge aus. Man woll­te nicht aus­ge­las­sen in den Stra­ßen fei­ern, wäh­rend es am Golf Krieg gibt. Man­cher­orts gibt es ent­lang des ge­plan­ten Zug­we­ges klei­ne spon­ta­ne, kar­ne­va­lis­tisch an­ge­hauch­te Frie­dens­de­mos durch je­ckes Fuß­volk, das an die­sem Tag trotz­dem un­ter­wegs ist. Der Düs­sel­dor­fer Kar­ne­vals­prinz Klaus III. – der als Prinz oh­ne Ro­sen­mon­tags­zug in die An­na­len ein­geht – durf­te ein Jahr spä­ter noch ein­mal das Düs­sel­dor­fer Nar­ren­volk durch die Ses­si­on füh­ren. Das Mot­to 1992: „End­lich wid­der jeck!“

FO­TO: CC

Für Prinz Klaus III. und Ve­ne­tia Ma­nue­la gab es 1991 kei­nen Zug.

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