War­um Gei­sel nicht bei der Hand­werks­kam­mer re­det

Rheinische Post Hilden - - Fakten & Hintergrun­d - VON NI­CO­LE LAN­GE

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Gei­sel (SPD) wird die­ses Jahr kein Gruß­wort bei der Meis­ter­fei­er der Hand­werks­kam­mer Düs­sel­dorf spre­chen. Ne­ben der ge­plan­ten Fe­st­re­de der am­tie­ren­den CDU-Vor­sit­zen­den An­ne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er ist bei der Ver­an­stal­tung am 8. März ein Gruß­wort von Re­gie­rungs­prä­si­den­tin Bir­git­ta Ra­der­ma­cher (CDU) vor­ge­se­hen. Der SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Tho­mas Rim­kus kri­ti­sier­te das Vor­ge­hen scharf und sprach von ei­ner „Un­ver­schämt­heit im Kom­mu­nal­wahl­jahr“.

Hand­werks­kam­mer-Prä­si­dent Andre­as Eh­lert wies die Vor­wür­fe als kom­plett ge­gen­stands­los zu­rück: „Ich kann die­sen Vor­wurf gar nicht ver­ste­hen.“Er ha­be Gei­sel so­gar bei ei­ner per­sön­li­chen Be­geg­nung ge­sagt, dass man die­ses Jahr die Re­gie­rungs­prä­si­den­tin

um das Gruß­wort bit­ten wer­de – und nicht das Ge­fühl ge­habt, dass das für die­sen ein Pro­blem dar­stel­le. Eh­lert ist CDU-Mit­glied und war als OB-Kan­di­dat im Ge­spräch ge­we­sen. Ein Spre­cher der Kam­mer wi­der­sprach eben­falls den Vor­wür­fen. „Wir sind als Hand­werks­kam­mer für den ge­sam­ten Re­gie­rungs­be­zirk zu­stän­dig“, sag­te er. In die­sem Jahr ge­he man auf den seit lan­gem exis­tie­ren­den Wunsch ein, dass sich die­se Zu­stän­dig­keit auch bei den Red­nern spie­geln sol­le. Da pas­se die Re­gie­rungs­prä­si­den­tin gut – un­ab­hän­gig da­von, in wel­cher Par­tei sie sei.

Gei­sel selbst war für ei­ne Stel­lung­nah­me zu­nächst nicht er­reich­bar. Die „NRZ“hat­te zu­erst be­rich­tet. Ob Kramp-Kar­ren­bau­er die Re­de trotz ih­res an­ge­kün­dig­ten Rück­tritts als CDU-Par­tei­che­fin hal­ten wird, ist noch un­klar.

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