Kreis­ge­sund­heits­amt rät zum Aids-Test

Rheinische Post Hilden - - Gesundheit -

HIL­DEN/HAAN (arue) Im Jahr 2018 wur­den in Nord­rhein-West­fa­len rund 2400 HIV-Neu­dia­gno­sen ge­stellt. Das teil­te das für Hil­den und Haan zu­stän­di­ge Kreis­ge­sund­heits­amt Mett­mann jetzt mit. 768 Men­schen wie­sen dem­nach zum Zeit­punkt der Dia­gno­se be­reits ei­nen fort­ge­schrit­te­nen Im­mun­de­fekt auf, dar­un­ter 360 Men­schen mit ei­ner Aids-de­fi­nie­ren­den Er­kran­kung. Ein recht­zei­ti­ger HIV-Test hät­te dies ver­hin­dern kön­nen, hieß es wei­ter. „Wir möch­ten des­halb al­le, die Fra­gen zu HIV und Aids ha­ben, er­mun­tern, die kos­ten­lo­se Be­ra­tung und das An­ge­bot an­ony­mer Tests des Kreis­ge­sund­heits­am­tes in An­spruch zu neh­men“, sagt Ru­dolf Lan­ge, Lei­ter des Kreis­ge­sund­heits­am­tes.

Ei­ne früh­zei­ti­ge Be­hand­lung schüt­ze das Im­mun­sys­tem und sen­ke das Ri­si­ko, Aids oder an­de­re schwe­re Krank­hei­ten zu ent­wi­ckeln, deut­lich. Men­schen mit HIV ha­ben heu­te ei­ne na­he­zu nor­ma­le Le­bens­er­war­tung. Hin­zu kommt, dass ei­ne wirk­sa­me The­ra­pie die An­zahl der Vi­ren so­weit re­du­zie­ren kann, dass HIV auch beim Sex oh­ne Kon­dom nicht über­tra­gen wird, so das Ge­sund­heits­amt. Ex­per­ten der Kom­mis­si­on Aids NRW ha­ben das mit dem

State­ment „n=n: nicht nach­weis­bar = nicht über­trag­bar“be­kräf­tigt.

Die Be­ra­tung des Kreis­ge­sund­heits­am­tes rich­tet sich an al­le, die nach ei­ner Ri­si­ko­si­tua­ti­on un­si­cher sind, ob sie sich mit HIV in­fi­ziert ha­ben. Im per­sön­li­chen Ge­spräch wird ge­klärt, ob tat­säch­lich ein In­fek­ti­ons­ri­si­ko an­ge­nom­men wer­den kann und ein Test zum jet­zi­gen Zeit­punkt sinn­voll ist. In den Ne­ben­stel­len des

Ge­sund­heits­am­tes in Mett­mann, Ratingen und Lan­gen­feld wer­den auch Schnell­tests an­ge­bo­ten. Lan­ge: „Bis Mit­te No­vem­ber 2019 hat das Kreis­ge­sund­heits­amt 188 an­ony­me Tests durch­ge­führt – da­von wa­ren gott­lob nur drei Tes­t­er­geb­nis­se po­si­tiv.“

In­fos beim Kreis­ge­sund­heits­amt auch te­le­fo­nisch un­ter 02104 992265, oder per Mail kreis­ge­sund­heits­[email protected]­mann.de

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