EU-Par­la­ment ge­gen Steu­er­dum­ping der Bri­ten

Rheinische Post Hilden - - Wirtschaft -

BRÜSSEL (rky) Das EU-Par­la­ment drängt auf ei­ne har­te Li­nie bei den Ge­sprä­chen mit Groß­bri­tan­ni­en über ei­ne wei­te­re Ko­ope­ra­ti­on nach dem Br­ex­it. In ei­ner am Mitt­woch ver­ab­schie­de­ten Re­so­lu­ti­on for­dern die Par­la­men­ta­ri­er, dass die Bri­ten sich nicht zu weit von den EU-Re­geln für Um­welt- und Ver­brau­cher­schutz ent­fer­nen dür­fen, wenn sie mit der EU ei­ne Frei­han­dels­ab­kom­men ver­ein­ba­ren.

Das Par­la­ment drängt ins­be­son­de­re dar­auf, dass die Bri­ten der EU bei Fi­nanz­dienst­leis­tun­gen kei­nen un­fai­ren Wett­be­werb ma­chen dür­fen. Je­de Form von Steu­er­dum­ping sei zu ver­mei­den, die Bri­ten soll­ten sich den im­mer här­te­ren Re­geln der Uni­on ge­gen Geld­wä­sche und Steu­er­ver­mei­dung an­schlie­ßen. Au­ßer­dem sol­le die EU-Kom­mis­si­on die Bri­ten so un­ter Druck set­zen, dass die bri­ti­schen Ka­nal­in­seln nicht wei­ter ge­nutzt wer­den, um Schwarz­geld un­ter­zu­brin­gen und Steu­ern zu ver­mei­den. „Es darf kein Sin­ga­pur in Eu­ro­pa ge­ben“, sag­te Sven Gie­gold, stell­ver­tre­ten­der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der Grü­nen im Eu­ro­pa­par­la­ment, der die For­de­run­gen mit for­mu­liert hat. „So­lan­ge mit bri­ti­schen Steu­er­re­geln wei­ter­hin un­fai­rer Wett­be­werb be­trie­ben wird, kann es kei­nen vol­len Zu­gang zum EU-Fi­nanz­markt ge­ben.”

Der in Düsseldorf le­ben­de EU-Par­la­men­ta­ri­er er­gänz­te: „Die EU wird ent­schei­den, wel­che Re­geln des bri­ti­schen Fi­nanz­mark­tes mit eu­ro­päi­schen Re­geln ver­ein­bar sind. Je stär­ker Groß­bri­tan­ni­en von den eu­ro­päi­schen Re­geln ab­weicht, des­to ein­ge­schränk­ter der Zu­gang zum eu­ro­päi­schen Markt. Die Steu­er­oa­sen in bri­ti­schen Über­see­ge­bie­te un­ter­bie­ten schon heu­te eu­ro­päi­sche Re­geln.“

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