Ein Wort für die Kunst

Rheinische Post Hilden - - Düsseldorf­er Wirtschaft -

(dans) Ein we­nig be­sorgt war Hei­ke

als sie den Künst­lern von ih­rer Idee er­zähl­te. Ein Wort für das Jahr 2020 soll­te im Mit­tel­punkt der Wer­ke ste­hen. Die Wahl des Be­griffs so­wie die Gestal­tung la­gen je­doch ganz in der Hand der Künst­ler. „Ich hat­te Sor­gen, dass wir am En­de nur ‚Lo­ve’ und ‚Pe­ace’ zu se­hen be­kom­men“, er­zählt Bosch. Aber am En­de wur­den sie und mit dem sie zu­sam­men die Street-Art-Ga­le­rie Ta­ke a But­cher’s in Flin­gern be­treibt, von den Er­geb­nis­sen über­rascht.

Ins­ge­samt 30 Künst­ler sind mit ih­ren Kunst­wer­ken an der Aus­stel­lung „One Word 2020“be­tei­ligt. Auf ei­ni­gen Wer­ken steht das je­wei­li­ge Wort sehr deut­lich im Mit­tel­punkt,

Bosch, Axel Ab­stoß,

bei an­de­ren ist es da­ge­gen kaum zu fin­den. Die Mehr­heit der Wer­ke wur­de auf Lein­wand ge­fer­tigt, aber es gibt auch ei­ni­ge Skulp­tu­ren, ei­ne da­von wur­de aus ei­ner al­ten Tas­ta­tur her­ge­stellt.

Vie­le der teil­neh­men­den Künst­ler kom­men aus Deutsch­land, aber ei­ni­ge auch aus dem Aus­land wie der Kal­li­graph aus Du­bai. Da die­ser zum ers­ten Mal ein Werk in Deutsch­land aus­stellt, be­ka­men die Ga­le­ris­ten kürz­lich so­gar ho­hen Be­such von Khal­fan

aus der Ber­li­ner

Diaa Allam Has­san Al Mat­roo­shi

Kha­led Al Qai­wa­ni

Bot­schaft und aus dem Bon­ner Ge­ne­ral­kon­su­lat der Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­te.

Der auf den ers­ten Blick ein­fa­che Auf­trag der Ga­le­ris­ten stell­te ei­ni­ge Künst­ler je­doch vor ei­ne her­aus­for­dern­de Auf­ga­be. Wie lässt sich das ak­tu­el­le Jahr, das zu­mal gera­de erst an­ge­fan­gen hat, in ei­nem Wort be­schrei­ben? Der Wies­ba­de­ner Künst­ler Schrift­zug hat sich auf sei­nem in Schwarz ge­hal­te­nen Bild für den Be­griff „Kai­ser“ent­schei­den: „Das Wort hat et­was roya­les und al­ter­tüm­li­ches.“Da­her pas­se es so gut zur ak­tu­el­len po­li­ti­schen Si­tua­ti­on in der Welt. Das Sys­tem le­be stets wei­ter, un­ab­hän­gig von den wech­seln­den

Fi­gu­ren an der Spit­ze, ver­gleich­bar mit ei­ner Adels­herr­schaft.

Der Düs­sel­dor­fer Künst­ler Lack hat das Wort „Ent­schei­dung“ge­wählt. Je­doch auf Grie­chisch.

„Ich möch­te, dass der Fo­kus auf dem Werk liegt und nicht auf dem Wort“, er­zählt er. Das Wort selbst ent­stand durch Zu­fall, eben weil er sich nicht für ein Wort ent­schei­den konn­te. „Es passt aber gut, weil man je­den Tag Ent­schei­dun­gen tref­fen muss, egal ob klei­ne oder gro­ße.“

In­fo Die Aus­stel­lung „One Word 2020“läuft bis zum 28. März in der Ga­le­rie Ta­ke a But­cher’s, Hof­feld­stra­ße 42. Je­des der Wer­ke kann er­wor­ben wer­den. Öff­nungs­zei­ten: diens­tags bis frei­tags von 11 bis 18.30 Uhr, sams­tags bis 15.30 Uhr.

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