Klins­mann ver­lässt auch Auf­sichts­rat

Rheinische Post Hilden - - Sport - VON ELI­SA­BETH HUTHER

BER­LIN Nach dem Cha­os um sei­nen über­ra­schen­den Rück­tritt als Trai­ner von Her­tha BSC wird Jür­gen Klins­mann nicht in den Auf­sichts­rat der Ber­li­ner zu­rück­keh­ren. Das gab die Ver­eins­füh­rung auf ei­ner Pres­se­kon­fe­renz am Don­ners­tag be­kannt. „Die Art und Wei­se ist so un­ak­zep­ta­bel, dass wir im Sin­ne des Ver­eins ei­ne ziel­füh­ren­de Ar­beit mit ihm nicht fort­füh­ren kön­nen“, sag­te Geld­ge­ber Lars Wind­horst. Prä­si­dent Wer­ner Ge­gen­bau­er, Wind­horst und Sport-Ge­schäfts­füh­rer Micha­el Preetz stell­ten sich am Vor­mit­tag erst­mals seit der Nach­richt den Fra­gen der Me­di­en.

Der In­ves­tor kri­ti­sier­te vor al­lem Klins­manns Stil: „Es ist be­dau­er­lich und er sieht das ähn­lich, dass er da ei­ne Kurz­schluss­re­ak­ti­on voll­zo­gen hat. Das kann man als Ju­gend­li­cher ma­chen, aber im Ge­schäfts­le­ben un­ter Er­wach­se­nen kann man das nicht.“Klins­mann hat­te vor zwei Ta­gen in sei­ner An­kün­di­gung bei Face­book, nach nur elf Wo­chen das Trai­ner­amt wie­der zu räu­men, da­von ge­spro­chen, sich wie­der auf sei­ne „ur­sprüng­li­che lang­fris­tig an­ge­leg­te Auf­ga­be als Auf­sichts­rats­mit­glied zu­rück­zu­zie­hen“. Nach­dem sein Rück­zug viel Wir­bel aus­ge­löst hat­te, ließ er in ei­nem Vi­deochat am Mitt­woch sei­nen Ver­bleib im Kon­troll­gre­mi­um of­fen und leg­te die Ent­schei­dung in die Hän­de des Klubs.

„Ich bin schon ei­ni­ge Jah­re da­bei und glau­be, schon vie­les er­lebt zu ha­ben. Das was am Di­ens­tag­mor­gen pas­siert ist, war für mich neu“, sag­te Preetz. Er er­fuhr erst vor dem Trai­ning von Klins­manns Rück­tritt, den der da be­reits ver­kün­det hat­te.

Klins­mann war An­fang No­vem­ber durch die Ten­nor Hol­ding von Wind­horst für ei­nen Platz im Auf­sichts­rat der Gm­bH & Co. KGaA be­nannt wor­den, nach­dem die­se ih­re An­tei­le für ins­ge­samt 224 Mil­lio­nen Eu­ro auf 49,9 Pro­zent auf­ge­stockt hat­te. Die­ses Amt ließ er ru­hen, als er knapp drei Wo­chen spä­ter den Chef­trai­ner­pos­ten vom ent­las­se­nen An­te Co­vic über­nahm.

Wer lang­fris­tig die Nach­fol­ge beim Ta­bel­len-14. über­neh­men soll, ist bis­lang noch un­klar. Am Sams­tag und in den nächs­ten Wo­chen wird Klins­manns frü­he­rer Assistent Alex­an­der Nou­ri, ehe­ma­li­ger Chef­trai­ner von Wer­der Bre­men und des FC In­gol­stadt, auf der Bank sit­zen. „Für Som­mer“sei es dann „na­tür­lich ei­ne Auf­ga­be, ei­ne neue Be­set­zung für den Chef­trai­ner­pos­ten zu fin­den“, kün­dig­te Preetz an.

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