Jun­ge Mu­sik-Ta­len­te su­chen ih­ren Weg

Die Wolf­gang-Ha­mann-Stif­tung un­ter­stützt Man­do­li­nen­spie­le­rin Lay­la Har­bi und Kla­ri­net­tist Marc De­niz Akyü­rek.

Rheinische Post Hilden - - Mensch & Stadt - VON BERND SCHUKNECHT

HIL­DEN Mu­si­ka­li­sches Ta­lent und ei­ne fun­dier­te Aus­bil­dung sind un­ab­ding­ba­re Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne mu­si­ka­li­sche Kar­rie­re. Mit­un­ter be­nö­ti­gen jun­ge Mu­si­ke­rin­nen und Mu­si­ker aber auch fi­nan­zi­el­le Hil­fe, da­mit sie ih­ren viel ver­spre­chen­den mu­si­ka­li­schen Weg kon­se­quent fort­set­zen kön­nen. Die Man­do­li­nen­spie­le­rin Lay­la Har­bi, die ge­ra­de ihr Mu­sik­stu­di­um an der Robert-Schu­mann-Hoch­schu­le in Düs­sel­dorf be­gon­nen hat, und Kla­ri­net­tist Marc De­niz Akyü­rek, Schü­ler am Bon­hoef­fer-Gym­na­si­um, hat­ten das Glück, wäh­rend ih­rer mu­si­ka­li­schen Ent­wick­lung an der Mu­sik­schu­le Hil­den von der Wolf­gang-Ha­mann-Stif­tung un­ter­stützt zu wer­den.

„Jun­ge Men­schen stär­ken und Chan­cen stif­ten“lau­tet das Ziel der 2005 ge­grün­de­ten Hil­de­ner Stif­tung, die seit­dem zahl­rei­che in­di­vi­du­el­le Hil­fen ge­währt so­wie Pro­jek­te in­iti­iert hat, für die bis­lang ins­ge­samt rund 300.000 Eu­ro auf­ge­wandt wur­den. Ei­ne lang­jäh­ri­ge Part­ner­schaft mit der Mu­sik­schu­le Hil­den be­wirk­te, dass über 50 jun­ge Mu­sik­ta­len­te, dar­un­ter vie­le auf Lan­des- und Bun­des­ebe­ne aus­ge­zeich­ne­te Preis­trä­ger beim Mu­sik­wett­be­werb „Ju­gend mu­si­ziert“, un­ter­stützt wer­den konn­ten. „Zwei Bei­spie­le für ei­ne über­aus er­folg­rei­che För­de­rung sind zwei­fel­los Lay­la Har­bi und Marc De­niz Akyü­rek, für die die Stif­tung die Mu­sik­schul­ge­büh­ren über­nom­men hat“, sagt Stif­tungs­vor­stand Rein­hard Gatz­ke.

„Mei­ne Mut­ter, die selbst mal Kla­vier und Gi­tar­re ge­spielt hat, war es, die bei der Su­che nach ei­nem In­stru­ment für mich im In­ter­net ei­ne Vor­aus­wahl ge­trof­fen hat und mich dann auch zum Schnup­per-Un­ter­richt für Man­do­li­ne ge­schleppt hat“, sagt die 18-Jäh­ri­ge, die im Kreis Mett­mann auf­wuchs und heu­te in Düs­sel­dorf lebt. Über die Art, wie sie zur Man­do­li­ne ge­fun­den hat, kann sie sich heu­te amü­sie­ren. Ne­ben dem In­stru­ment, auf dem sie stets neue Her­aus­for­de­run­gen such­te, war es ih­re Leh­re­rin An­ni­ka Hin­sche, die für sie über die Ver­mitt­lung mu­si­ka­li­scher Fä­hig­kei­ten hin­aus als­bald zur wich­ti­gen Be­zugs­per­son, zur „zwei­ten Man­do­li­nen-Ma­ma“, wur­de.

Auch der 17-jäh­ri­ge Marc De­niz Akyü­rek fand den Weg zur Kla­ri­net­te über Um­we­ge. „Mei­ne Mut­ter hat­te mal Sa­xo­fon und Kla­ri­net­te ge­spielt und woll­te ir­gend­wann mal wie­der ein paar Auf­fri­schungs­stun­den neh­men. Da bin ich aus Lan­ge­wei­le ein­fach mal mit­ge­kom­men. Und dann ha­be ich mit dem In­stru­ment an­ge­fan­gen, oh­ne mir groß Ge­dan­ken zu ma­chen, ob es über­haupt et­was für mich ist“, er­zählt das Jung-Ta­lent.

Den Rest hat dann maß­geb­lich Tho­mas Vol­ken­stein be­wirkt, der bei ihm als Leh­rer ins­be­son­de­re die Lei­den­schaft für Mu­sik ent­facht hat.

„Ich war dann sehr mo­ti­viert, woll­te im­mer schnel­le, schwe­re Stü­cke spie­len und ha­be nicht so auf die Ge­nau­ig­keit ge­ach­tet, spä­ter ha­be ich die Sa­che ernster ge­nom­men“, sagt Marc De­niz Akyü­rek. Er möch­te ein­mal zu den Ber­li­ner Sin­fo­ni­kern ge­hö­ren.

Die Auf­nah­me­prü­fung für den Ba­che­lor of Mu­sic an der Robert-Schu­mann-Mu­sik­hoch­schu­le war für Lay­la Har­bi, die sich selbst nicht als gro­ße Übe­rin ein­schätzt, trotz ih­rer Er­fol­ge ei­ne, aber nicht die ein­zi­ge Op­ti­on. „Heu­te stu­die­re ich mit un­ge­fähr 20 Stu­die­ren­den in ei­ner klei­nen Klas­se. Es ist der ein­zi­ge Stand­ort in ganz Deutsch­land, wo man über­haupt Man­do­li­ne stu­die­ren kann. Aber dann muss man auch ir­gend­wann sei­nen ei­ge­nen Weg ge­hen“, sagt Lay­la Har­bi zu­ver­sicht­lich.

Marc De­niz Akyü­rek will zu­min­dest ih­rem Weg an die Düs­sel­dor­fer Hoch­schu­le fol­gen. In we­ni­gen Ta­gen wird er für die Aus­bil­dung im Rah­men des „Schu­mann Ju­ni­or“vor­spie­len.

FOTO: STE­PHAN KÖHLEN

Lay­la Har­bi und Marc De­niz Akyü­rek ha­ben Glück, dass ihr Ta­lent früh­zei­tig ent­deckt und ge­för­dert wird.

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