Theo­lo­gen dür­fen in Dat­teln de­mons­trie­ren

Rheinische Post Hilden - - Politik -

DAT­TELN (epd) Das po­li­zei­li­che Auf­ent­halts­ver­bot für zwei Theo­lo­gen für die Um­ge­bung des Kraft­werks Dat­teln IV ist rechts­wid­rig. Das Ver­wal­tungs­ge­richt Gel­sen­kir­chen setz­te in Eil­be­schlüs­sen am Frei­tag das drei­mo­na­ti­ge Auf­ent­halts­und Be­tre­tungs­ver­bot für die Mit­ar­bei­ter des In­sti­tuts für Theo­lo­gie und Po­li­tik in Müns­ter aus (Az: 17 L 185/20 und 17 L 186/20). Da­mit kön­nen die bei­den Theo­lo­gen an ei­ner Mahn­wa­che am Sonn­tag in Dat­teln teil­neh­men. Das In­sti­tut be­grüß­te die Ge­richts­ent­schei­dung. Die In­sti­tuts­mit­ar­bei­ter wa­ren An­fang des Mo­nats in der Nä­he des Koh­le­kraft­werks Dat­teln IV von der Po­li­zei für ei­ne Nacht in Ge­wahr­sam ge­nom­men wor­den. Das Po­li­zei­ge­setz er­lau­be ein Be­tre­ten­und Auf­ent­halts­ver­bot, wenn da­mit ge­rech­net wer­de, dass die Be­tref­fen­den in ei­nem be­stimm­ten Be­reich Straf­ta­ten be­ge­hen wür­den, er­klär­te das Ge­richt. Die Be­grün­dung der Po­li­zei ent­hal­te je­doch „kei­ne hin­rei­chend tat­sa­chen­ge­stütz­te Grund­la­ge für die An­nah­me der Be­ge­hung von Straf­ta­ten durch die An­trag­stel­ler“. Ei­ne Nä­he zur Be­we­gung der Kli­maak­ti­vis­ten von „En­de Ge­län­de“rei­che da­für nicht aus.

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