Po­li­zei hebt rech­te Ter­ror­zel­le aus

Der Kern der rechts­ex­tre­men Grup­pe kommt aus Nord­rhein-West­fa­len.

Rheinische Post Hilden - - Politik -

DÜSSELDORF (dpa) Nach den Raz­zi­en in meh­re­ren Bun­des­län­dern ge­gen ei­ne mut­maß­li­che rech­te Ter­ror­grup­pie­rung hat der Ge­ne­ral­bun­des­an­walt zwölf der 13 Be­schul­dig­ten fest­neh­men las­sen. Vier der Fest­ge­nom­me­nen stam­men nach dpa-In­for­ma­tio­nen aus Nord­rhein-West­fa­len. Ein Mann aus dem Land­kreis Min­den-Lüb­be­cke ist dem­nach ein Grün­dungs­mit­glied, zwei wei­te­re aus dem­sel­ben Land­kreis so­wie ein Mann aus Hamm sol­len Un­ter­stüt­zer der rechts­ex­tre­men Grup­pe sein. Ei­ner der Ver­däch­ti­gen ist laut In­nen­mi­nis­ter Her­bert Reul (CDU) ein Ver­wal­tungs­be­am­ter bei der nord­rhein-west­fä­li­schen Po­li­zei.

Wel­che Rol­le er in der Grup­pie­rung ein­ge­nom­men hat, war zu­nächst un­klar. Das In­nen­mi­nis­te­ri­um mach­te da­zu kei­ne An­ga­ben.

Bei der Raz­zia sind of­fen­bar bei ei­ni­gen der 13 Be­schul­dig­ten Schuss­waf­fen und Hand­gra­na­ten ge­fun­den wor­den. Wie der „Köl­ner Stadt-An­zei­ger“aus Ber­li­ner Si­cher­heits­krei­sen er­fuhr, wur­den fer­ner auch ver­fas­sungs­wid­ri­ge NS-Sym­bo­le si­cher­ge­stellt. Ein Spre­cher der Bun­des­an­walt­schaft woll­te die­se In­for­ma­tio­nen auf An­fra­ge nicht kom­men­tie­ren.

Am Frei­tag­mor­gen wa­ren in Nord­rhein-West­fa­len vier Wohn­an­schrif­ten durch­sucht wor­den: zwei in

Min­den, ei­ne in Por­ta West­fa­li­ca und ei­ne in Hamm. Die Bun­des­an­walt­schaft geht da­von aus, dass fünf mut­maß­li­che Rechts­ex­tre­mis­ten die Ter­ror­grup­pe ge­grün­det und An­schlä­ge auf Po­li­ti­ker, Asyl­be­wer­ber und Mus­li­me ins Au­ge ge­fasst ha­ben. Acht wei­te­re Ver­däch­ti­ge sol­len sie da­bei un­ter­stützt ha­ben, un­ter an­de­rem mit Geld und Waf­fen.

Die Durch­su­chun­gen der Si­cher­heits­kräf­te fan­den bun­des­weit an ins­ge­samt 13 Or­ten auch in Ba­den-Würt­tem­berg, Bay­ern, Nie­der­sach­sen, Rhein­land-Pfalz und Sach­sen-An­halt statt. Al­le Fest­ge­nom­me­nen sind Deut­sche und Män­ner.

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