Bun­des­tag ver­schärft Miet­preis­brem­se

Rheinische Post Hilden - - Wirtschaft -

BER­LIN (dpa) Der Bun­des­tag hat an­ge­sichts der wei­ter be­ste­hen­den Woh­nungs­not die Miet­preis­brem­se um fünf Jah­re ver­län­gert und zu­gleich ver­schärft. Künf­tig kön­nen Mie­ter zu viel ge­zahl­te Mie­te erst­mals auch rück­wir­kend für bis zu zwei­ein­halb Jah­re zu­rück­for­dern. Bis­her er­hal­ten sie nur das Geld zu­rück, das sie vom Zeit­punkt der Rü­ge an zu viel ge­zahlt ha­ben. In Städ­ten, in de­nen die Preis­brem­se gilt, darf ein Ver­mie­ter in der Re­gel nur zehn Pro­zent mehr als die orts­üb­li­che Ver­gleichs­mie­te ver­lan­gen. Das soll vor al­lem in Bal­lungs­ge­bie­ten den wei­te­ren An­stieg der Mie­ten brem­sen. Die Ver­mie­tung in Neu­bau­ten bleibt da­von wei­ter aus­ge­nom­men.

Die ak­tu­el­le Re­ge­lung wä­re in we­ni­gen Wo­chen aus­ge­lau­fen, die neue soll bis längs­tens En­de 2025 gel­ten. Der Ei­gen­tü­mer­ver­band Haus & Grund mahn­te, die Miet­preis­brem­se dür­fe kei­ne Dau­er­ein­rich­tung sein. Bund, Län­der un Kommunen hät­ten es ver­säumt, den Miet­woh­nungs­markt durch mehr Neu­bau zu ent­las­ten. Die Leid­tra­gen­den sei­en Ei­gen­tü­mer und Mie­ter.

Ein Eil­an­trag ge­gen den Ber­li­ner Mie­ten­de­ckel wur­de in ei­nem am Frei­tag ver­öf­fent­lich­ten Be­schluss des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts als un­zu­läs­sig ver­wor­fen. Der An­trag von Ver­mie­tern sei ver­früht. Mit dem Ge­setz sol­len ei­gent­lich Mie­ten in der Haupt­stadt für fünf Jah­re nicht stei­gen dür­fen.

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