Pünkt­lich­keit beim Bau­en

Bau­un­ter­neh­men sind ge­setz­lich da­zu ver­pflich­tet, Bau­her­ren zu sa­gen, wann der Haus­bau ab­ge­schlos­sen sein wird und sie ein­zie­hen kön­nen.

Rheinische Post Hilden - - Rätsel Für Die Ganze Woche -

(tmn) Ein Pro­blem beim Haus­bau sind Ver­spä­tun­gen. Wer et­wa sei­ne Miet­woh­nung früh­zei­tig kün­di­gen muss, ist auf ei­ne frist­ge­rech­te Fer­tig­stel­lung der Bau­stel­le an­ge­wie­sen. Aber auf sol­che ge­setz­ten Ter­mi­ne wol­len sich Bau­fir­men oft nicht ein­las­sen.

Die Ar­beits­ge­mein­schaft Bau- und Im­mo­bi­li­en­recht im Deut­schen An­walt­ver­ein (ARGE Bau­recht) be­tont: Bau­her­ren soll­ten auf die Ver­ein­ba­rung ei­nes Fer­tig­stel­lungs­ter­mins be­ste­hen. Denn laut

Pa­ra­graf 650 k, Ab­satz 3 im Bür­ger­li­chen Ge­setz­buch ist die­ser zwin­gend zu nen­nen, das ist ei­ne Fol­ge des seit 2018 gel­ten­den Ver­brau­cher­bau­ver­trags­rechts.

Und selbst wenn die Bau­fir­ma kei­nen kon­kre­ten Fer­tig­stel­lungs­ter­min an­ge­ben möch­te, weil et­wa die Fi­nan­zie­rung noch nicht ge­si­chert ist, muss ein Zei­t­raum der Bau­aus­füh­rung im Ver­trag ste­hen. Dau­ert der Haus­bau am En­de doch län­ger als ver­trag­lich ver­ein­bart, be­steht üb­ri­gens re­gel­mä­ßig ein An­spruch auf Scha­den­er­satz. Das ist je­doch nicht der Fall, wenn die Bau­her­ren selbst schuld an der Ver­zö­ge­rung sind. Der Rat der Ex­per­ten: Zu­sätz­lich zum Fest­stel­lungs­ter­min ei­nen Pas­sus in den Ver­trag auf­neh­men, der ei­ne Ver­trags­stra­fe vor­sieht, wenn es zu Ver­zö­ge­run­gen durch die Bau­fir­ma kommt. Das kann ein­fa­cher ei­nen fi­nan­zi­el­len Aus­gleich für Ein­bu­ßen er­mög­li­chen, oh­ne dass man den Scha­dens­nach­weis füh­ren muss.

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