Dach­zie­gel: Nach­läs­si­ger Haus­be­sit­zer haf­tet

Was tun, wenn Au­to­fah­rer bei Sturm­schä­den kei­ne Voll- und Teil­kas­ko­ver­si­che­rung ha­ben?

Rheinische Post Hilden - - Immobilien Geld & -

(tmn) Stür­me wie „Sa­bi­ne“kön­nen trotz al­ler Vor­sicht un­kal­ku­lier­bar wer­den. Gut, wenn für Schä­den am Au­to ei­ne Teil- oder Voll­kas­ko­ver­si­che­rung auf­kommt. Wer kei­ne hat, muss Schä­den am Au­to aus ei­ge­ner Ta­sche zah­len. Es sei denn, Drit­ten kann ein Ver­schul­den da­für nach­ge­wie­sen wer­den, er­läu­tert der Ge­samt­ver­band der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft (GDV).

Das ist der Fall, wenn bei­spiels­wei­se Haus­be­sit­zer oder aber auch Ge­mein­den ih­re Ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht ver­letzt ha­ben. Wo­mög­lich ha­ben Haus­be­sit­zer nicht aus­rei­chend in ge­bo­te­ner Wei­se da­für Sor­ge ge­tra­gen, dass die Zie­gel si­cher auf dem Dach be­fes­tigt sind. Ge­schä­dig­te Au­to­fah­rer kön­nen dann den Haus­ei­gen­tü­mer haft­bar ma­chen. Das müs­se aber im­mer im Ein­zel­fall nach­ge­wie­sen und ent­schie­den wer­den und zie­he zu­meist Ge­richts­ver­fah­ren mit ent­spre­chen­den Gut­ach­ten nach sich, so der GDV. Wich­tig: Schä­den soll­ten Be­trof­fe­ne

stets gut do­ku­men­tie­ren, zum Bei­spiel durch Fo­tos. Wer nicht ge­nau weiß, wer für das ent­spre­chen­de Grund­stück ver­ant­wort­lich ist, soll­te sich an die Po­li­zei wen­den, rät der GDV. Ha­ben die Ver­ant­wort­li­chen al­les rich­tig ge­macht, und es gab kei­nen An­lass für Si­che­rungs­maß­nah­men, kön­nen Ge­schä­dig­te Drit­te nicht haft­bar ma­chen.

FO­TO: SCHMIDT

Her­ab­fal­len­de Dach­zie­gel kön­nen teu­er wer­den.

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