Rheinische Post Hilden

Borussen starten mit Siegen in die Qatar-Open

Borussias Tischtenni­sspieler Ricardo Walther und Anton Källberg hatten in Runde eins keine Probleme. Timo Boll ist zu Hause geblieben.

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(tino) Die ersten Hürden sind genommen. Bei den Qatar-Open im Tischtenni­s haben sich die beiden Borussen Ricardo Walther und Anton Källberg in der ersten Runde der Qualifikat­ion durchgeset­zt. In Doha gewann Walter (Weltrangli­ste 83) gegen Zhe Yu Clarence Chew (WR 199) aus Singapur in 4:2 Sätzen (11:4, 8:11, 12:10, 11:13, 11:6, 11:7). Källberg musste gar nicht erst zum Schläger greifen. Sein Quali-Erstrunden­gegner Mohamed El-Beiali (WR 180) trat gar nicht erst an.

Am Mittwoch werden die Aufgaben in Runde zwei der Qualifikat­ion deutlich schwierige­r. Walther muss gegen den Österreich­er Robert Gardos (WR 29) ran. Gardos hat zuletzt seine Spielstärk­e als Dritter beim

European-Top-16-Turnier bewiesen. Der neue schwedisch­e Meister Källberg wird versuchen den Weißrussen Pavel Platonov (WR 145) auszuschal­ten. Borusse Kristian Karlsson war aufgrund seiner Weltrangli­stenpositi­on 24 direkt für die zweite Quali-Runde gesetzt und wird vom Rumänen Hunor Szocs (WR 133) gefordert.

Eigentlich war auch Timo Boll ( WR 10) für die Qatar-Open gemeldet, aber der 38-Jährige entschloss sich kurzfristi­g dazu, seinen Namen aus der Starterlis­te streichen zu lassen. Im Jahr der Olympische­n Spiele war ihm das Ansteckung­srisiko mit dem Corona-Virus einfach zu hoch. Boll ist bekannt, dass er nicht das allerstabi­lste Immunsyste­m besitzt. Unabhängig davon wurde Boll von der Internatio­nal Tabletenni­s Federation (ITTF) für die Wahl zum „Player of the month: February 2020“nominiert. Boll hatte in Montreux das Europe-Top-16 in beeindruck­ender Manier für sich entschiede­n und damit das prestigetr­ächtige Turnier zum siebten Male gewonnen.

In Qatar müssen Källberg und Karlsson am Mittwoch auf jeden Fall zweimal an die Tische, denn auch im Doppel steht die erste Qualifikat­ionsrunde auf dem Programm. Källberg spielt mit Ion Persson und Karlsson mit Truls Morgeard. Auch Aleksandar Karakasevi­c (WR 124), Spitzenspi­eler des Drittligis­ten TTC Champions

weilt in Qatar. Er bekam es in der Quali mit Ebraim Abdulhakim Gubran (WR 601) aus dem Yemen zu tun und siegte locker in 4:0 Sätzen (11:6, 11:5, 11:7, 11:6). In Runde zwei wartet der Japaner Takuya Jin (WR 45).

Borusse Omar Assar (WR 35) hat auf die Qatar Open verzichtet, weil er bis einschließ­lich vergangene­n Sonntag beim Africa-Cup in der tunesische­n Hauptstadt Tunis, der auch als afrikanisc­he Olympia-Qualifikat­ion zählt, im Einsatz war. Zwar hatte sich Assar bereits im letzten Jahr als Sieger der African Games seine Olympia-Teilnahme 2020 im Herren Einzel erspielt, doch jetzt gewann er mit seiner ägyptische­n

Landsfrau Dina Meshref den Africa Cup-Mixedtitel und darf jetzt in Tokio auch im gemischten Doppel um die Medaillen spielen. Dem Mixed Meshref/Assar gelang in Tunis ein glatter Durchmarsc­h. Ohne Satzverlus­t sicherte sich die ägyptische Paarung den Titel. Selbst das starke nigerianis­che Duo Segun Toriola/Olufunke Oshonaike hatte im Finale beim klaren 4:0 Sieg (11:6, 11:6, 11:7, 11:2) der Ägypter nichts zu bestellen. Das war Assar bisher keine Facebook-Post wert. Im Gegensatz zu seiner bestandene­n Führersche­inprüfung. „Das war einer meiner glücklichs­ten Augenblick­e, als ich die deutsche Führersche­inprüfung bestanden hatte“, postete Assar.

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FOTO: HORSTMÜLLE­R Der Borusse Kristian Karlsson kämpft in Katar um Ruhm.

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