„Bach macht’s mög­lich“in Strae­len

Wie das Chor­pro­jekt sich auf das gro­ße Kan­ta­ten­kon­zert in der Pfarr­kir­che St. Pe­ter und Paul vor­be­rei­tet.

Rheinische Post Kevelaer - - Kultur Im Gelderland - VON YVON­NE THEUNISSEN

Es war rich­tig voll im Ge­mein­de­haus von St. Pe­ter und Paul. Mit ei­ner ers­ten Pro­be ge­mein­sam mit dem Jun­gen Chor und dem Spat­zen­chor be­rei­te­te sich das Chor­pro­jekt un­ter der Lei­tung von Kan­tor Ot­to Ma­ria Krä­mer auf das fest­li­che Chor­kon­zert in der Pfarr­kir­che St. Pe­ter und Paul in Strae­len vor. Rund 90 Mu­si­ker je­den Al­ters wer­den dann die bei­den be­kann­ten Kan­ta­ten „Wa­chet auf, ruft uns die Stim­me“(BWV140) und„Herz und Mund und Tat und Le­ben“(BWV 147) von Jo­hann Se­bas­ti­an Bach prä­sen­tie­ren. Ur­su­la Göl­ler (So­pran), Es­t­her Va­len­tin (Mez­zo­so­pran), Se­bas­ti­an Haa­ke (Te­nor) und Pe­ter Rem­bold (Bass) über­neh­men die So­li, Mit­glie­der der Duis­bur­ger Phil­har­mo­ni­ker die in­stru­men­ta­le Be­glei­tung.

Bei der gro­ßen Pro­be im Ge­mein­de­haus, herrsch­te mo­ti­vier­te und freu­di­ge Stim­mung. Chris­ti­an Wer­ner, Pfar­rer der evan­ge­li­schen Ge­mein­de und Sän­ger im Chor­pro­jekt, gab ei­ne kur­ze Ein­füh­rung in die bei­den Kan­ta­ten und be­zeich­ne­te sie als „gott­ge­schenk­te Mu­sik“. Er be­ton­te auch den öku­me­ni­schen Aspekt: Ka­tho­li­sche und evan­ge­li­sche Chris­ten sän­gen ge­mein­sam in ei­ner ka­tho­li­schen Kir­che Mu­sik des größ­ten evan­ge­li­schen Kom­po­nis­ten Jo­hann Se­bas­ti­an Bach.

Wäh­rend vie­le der er­wach­se­nen Chor­mit­glie­der schon „al­te Ha­sen“bei Auf­trit­ten sind, ist das an­ste­hen­de Chor­kon­zert für die Kin­der und Ju­gend­li­chen ab­so­lu­tes Neu­land. Kan­tor Krä­mer sag­te be­geis­tert: „Bach macht’s mög­lich. Die Li­te­ra­tur ist so ge­schaf­fen, dass Kin­der und Er­wach­se­ne zu­sam­men ei­ne fest­li­che Auf­füh­rung von Ba­rock­mu­sik ge­stal­ten kön­nen. Ich bin auf die Kin­der und Ju­gend­li­chen sehr stolz, dass sie das mit durch­zie­hen. Das wird für al­le un­ver­gess­lich.“Vie­le mo­der­ne­re Lie­der wür­den auf die gro­ßen Hö­hen ver­zich­ten, ge­ra­de Kin­der könn­ten die­se mit ih­ren Stim­men aber gut er­rei­chen:„Wenn man sich ein biss­chen an­strengt, be­kommt man ein tol­les Er­geb­nis.“

Bei der Pro­be freu­ten sich die Kin­der mit strah­len­den Au­gen, da- bei zu sein. Die acht­jäh­ri­ge Mar­leen er­klär­te: „Es ist so toll, dass wir mit den Gro­ßen mit­ma­chen dür­fen. Ich freue mich to­tal auf das Kon­zert.“Und da ist sie si­cher nicht die Ein­zi­ge. Pfar­rer Wer­ner lud ein: „Er­le­ben Sie es mit. Ver­säu­men Sie nicht das Be­son­de­re, das nur ein paar Me­ter oder Ki­lo­me­ter von Ih­rem Zu­hau­se statt­fin­det. Welch ei­ne Chan­ce: Bach hören!“

Und dann noch ei­ni­ge der be­kann­tes­ten Me­lo­di­en, die die­ser be­rühm­te Kom­po­nist zu Pa­pier ge­bracht hat. Es er­klin­gen un­ter an­de­rem die ein­drucks­vol­len Cho­rä­le „Wa­chet auf, ruft uns die Stim­me“, „Glo­ria sei dir ge­sun­gen“und „Je­sus blei­bet mei­ne Freu­de“.

Kan­tor Krä­mer ist nicht nur froh über das ge­ne­ra­tio­nen­über­grei­fen­de Chor­pro­jekt. Er ist nicht zu­letzt aber auch dank­bar für die fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung der Kul­tur in St. Pe­ter und Paul.„Oh­ne die Un­ter­stüt­zung der Fir­ma Bo­frost als Haupt­spon­sor wä­re ein der­ar­ti­ges Kon­zert in Strae­len nicht mög­lich“be­tont er. Be­vor er sich wie­der der Pro­be mit 90 Sän­gern zu­wen­det.

Rund 90 Sän­ger ver­sam­mel­ten sich zur gro­ßen Chor­pro­be im Ge­mein­de­haus von St. Pe­ter und Paul. Kan­tor Ot­to M. Krä­mer ließ es an lei­den­schaft­li­chen Auf­mun­te­run­gen nicht feh­len. RP-FO­TO: HEINZ SPÜTZ

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