Mensch, Kle­ve

Ma­de in Kle­ve – das ist der lo­ka­le Jah­res­rück­blick, mo­de­riert von An­ne van Ei­ckels und St­ef­fi Neu. Am Ni­ko­laus­abend fand er zum 11. Mal in der Stadt­hal­le statt. 600 Gäs­te wa­ren da. Wie war es? Wir be­ant­wor­ten die wich­tigs­ten Fra­gen.

Rheinische Post Kleve - - Grenzland Post -

Ma­de in Kle­ve – was ist das?

Ma­de in Kle­ve ist der lo­ka­le Jah­res­rück­blick, prä­sen­tiert vom Pres­se­club Kle­ve, der Spar­kas­se Rhein-Maas und den Stadt­wer­ken in Kle­ve. Die Ver­an­stal­tung fand am Ni­ko­laus­abend be­reits zum elf­ten Mal in der Stadt­hal­le Kle­ve statt.

Wer steckt da­hin­ter?

Mo­de­riert wird Ma­de in Kle­ve mitt­ler­wei­le von den bei­den WDR-Mo­de­ra­to­rin­nen An­ne van Ei­ckels und St­ef­fi Neu. Ih­nen zur Sei­te steht Ma­nu­el Fun­da, der die Vi­de­obei­trä­ge und Ein­spie­ler macht. Da­zu kom­men André Bud­de und Helmut Veh­re­schild.

Mensch Kle­ve, wer war das 2018?

Er­öff­net wur­de der Abend von Hil­de­gard Lie­be­ton ali­as Frau Ra­ma. Kle­ves Gäs­te­füh­re­rin mit den lan­gen ge­floch­te­nen Zöp­fen schlüpft im Auf­trag von Kle­ve Tou­ris­mus in fünf ver­schie­de­ne Rol­len – an­ge­fan­gen als Än­ne­ke Schenk bis Kät­je Pauls. Im Jahr macht sie 50 bis 60 Füh­run­gen, bei der im­mer der Mensch und nicht die Stadt im Mit­tel­punkt steht. Es folg­ten Acker­bau­er und Büt­ten­red­ner Micha­el Hö­vel­mann, Klaus van Bri­el, der ge­ra­de aus Afri­ka zu­rück­ge­kehrt ist, und Eck­hard Ha­gen, der mit sei­ner In­ge­nieur­ge­sell­schaft den Brand­schutz für den Bun­des­tag über­nom­men hat. Da­nach sa­ßen Heinz Met­litz­ky (91), der lang­jäh­ri­ge ZDF-Kriegs­re­por­ter, der un­ter an­de­rem das ers­te In­ter­view mit Kon­rad Ade­nau­er führ­te und jetzt in Kle­ve lebt; Dr. Wolf­gang Brü­ninghaus, der Kin­der­arzt, der Gum­mi­bär­chen aus den Oh­ren zau­bern kann und mitt­ler­wei­le ei­ne bun­des­wei­te Pe­ti­ti­on ge­gen den Fach­ärz­te­man­gel auf dem Land auf den Weg ge­bracht hat, und Reinhold Kohls vom Ver­ein Her­zens­wunsch Nie­der­rhein auf der Büh­ne. Für den Be­reich Sport wa­ren Tisch­ten­nis­le­gen­de Wieb­ke Hen­drik­sen und der Auf­stiegs­trai­ner des 1. FC Kle­ve, Umut Ak­pi­nar, da. Auch Pe­ter Baum­gar­ten, der jah­re­lang St. Mar­tin in Reichs­wal­de war, bei der Ve­kehrs­wacht und noch gu­te zwei Wo­chen als Po­li­zist im Kreis We­sel tä­tig ist so­wie Hei­ner Frost, ei­ner der we­ni­gen Men­schen aus Kle­ve, die Ak­ten­ein­sicht im Fall Amad A. ha­ben, wa­ren da.

Und wie war das Jahr 2018?

Es war viel Wet­ter – an­ge­fan­gen vom Hoch­was­ser An­fang des Jah­res über das Sturm­tief Frie­de­ri­ke bis hin zur gro­ßen Dür­re im Som­mer. Die Aus­län­der­be­hör­de in Kle­ve, die Hoch­schu­le oh­ne Prä­si­den­tin und na­tür­lich der ver­hee­ren­de Brand in der JVA Kle­ve, bei dem ein zu Un­recht in­haf­tier­ter Sy­rer zu To­de kam, mach­te Kle­ve über die Stadt­gren­zen be­kannt. Die gu­ten Nach­rich­ten: Der 1. FC Kle­ve ist nach ei­ni­gen ver­geb­li­chen An­läu­fen in die Ober­li­ga auf­ge­stie­gen, das Kle­ver Kom­bi­bad wur­de er­öff­net, der Kreis steckt 40 Mil­lio­nen Eu­ro ins Be­rufs­kol­leg und das Stadt­hal­len­um­feld wird auf­ge­wer­tet.

Wel­che Showacts stan­den auf der Büh­ne?

Die Street­dance- und Break­dance-Grup­pe vom Kle­ver Kin­de­r­und Ju­gend­zen­trum Kal­le trat als ers­tes auf. Es folg­ten das Vo­kal­ensem­ble „Bel et Bon“ali­as Ma­rie-Sah Fran­ken, La­ra van Of­fern, Vin­cent und Jo­han­nes Kep­ser so­wie der Mu­si­ker, Büh­nen-En­ter­tai­ner und Mu­si­caldar­stel­ler Sven Ratz­ke, üb­ri­gens ein ge­bür­ti­ger Kra­nen­bur­ger.

Wer war sonst noch da?

Die Schirm­her­rin der Ver­an­stal­tung, Kle­ves Bür­ger­meis­te­rin Son­ja Nort­hing, war krank­heits­be­dingt ver­hin­dert. „Sie hat sich bei der Prin­zen­pro­kla­ma­ti­on das Knie ver­dreht“, sag­te St­ef­fi Neu. Für Nort­hing kam der stell­ver­tre­ten­de Bür­ger­meis­terJoa­chim Schmidt mit sei­ner Frau Ga­bi.

Was war neu?

Das Set­ting auf der Büh­ne – zwei Club­ses­sel und ein „un­de­fi­nier­tes Et­was“in der Mit­te. St­ef­fi Neu da­zu: „Das Ding sieht nicht wirk­lich be­quem aus.“In Fol­ge des­sen nahm man­che Frau mit Rock oder man­cher Mann im be­tag­ten Al­ter lie­ber auf ei­nem der bei­den Ses­sel Platz. Neu war auch, dass der gan­ze Abend live im In­ter­net über­tra­gen wur­de. Wer sich die Fil­me und Ein­spie­ler noch ein­mal an­schau­en möch­te, wird auf Face­book fün­dig.

Wer hat­te den lau­tes­ten Ap­plaus?

Ein­deu­tig Lud­ger Kaz­miercz­ak für sei­nen Song über den „Schnupp­schrank“. Aber auch die rest­li­chen Tei­le sei­nes sa­ti­ri­schen Jah­res­rück­bli­ckes ka­men rich­tig gut an.

Wer war schräg drauf? Sven Ratz­ke. Neu sag­te da­zu: „Mal ei­ne an­de­re Far­be auf der Büh­ne.“Die Fra­ge war nur, wel­che, ei­er­far­ben? Mit „Laat me“zog er das Pu­bli­kum dann doch noch auf sei­ne Sei­te: „Lass mich so blei­ben wie ich bin, lasst mich mit al­lem Für- und Wi­der­sinn.“

Wer hat­te das bes­te Out­fit?

Viel sprach für St­ef­fi Neu, die in Shorts und So­cken­stie­fe­let­ten samt ro­ten Lack­ab­sät­zen über die Büh­ne stol­zier­te. Doch dann kam Rein­hard Kohls mit ei­nem ro­ten Ren­tier-Pul­li auf die Büh­ne. Ein Ren­tier-Mann am Ni­ko­laus­abend, der auch noch Her­zens­wün­sche er­füllt, da kann Frau nichts mehr ma­chen. „Die Hob­by­his­to­ri­ke­rin Nort­hing und Man­ni P. aus K., die Ma­schi­nen­pis­to­le der Kle­ver Christ­de­mo­kra­ten. Pal­men ist wie ein Maul­wurf. Jah­re­lang ist er ver­schwun­den und plötz­lich schaut man aus dem Fens­ter und hat man ei­nen gro­ßen Hau­fen im Gar­ten“

Lud­ger Kaz­miercz­ak, Jour­na­list und Ka­ba­ret­tist über die Beuth-Pla­ket­te in Kle­ve

„So­gar der In­der bei ons kan al platt“

Micha­el Hö­vel­mann, Acker­bau­er, Büt­ten­red­ner und Platt­proa­ter aus Lei­den­schaft, auf die Fra­ge, wie sehr er sich für die platt­deut­sche Spra­che ein­setzt. „Nein, aber sie macht es trotz­dem“

Eck­hard Ha­gen, Di­plom-In­ge­nieur für Brand­schutz aus Kle­ve auf die Fra­ge, ob Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel ei­nen Weih­nachts­baum mit ech­ten Ker­zen auf­stel­len darf.

„Ich wür­de zu­erst das Kle­ver Sta­di­on zu En­de bau­en, der Groß­teil des Gel­des ging in die Ju­gend­ar­beit. Vom Rest wür­de ich ein paar ta­len­tier­te Nach­wuchs­spie­ler kau­fen“

Umut Ak­pi­nar, Trai­ner des 1. FC Kle­ve, auf die Fra­ge, was er mit 100 Mil­lio­nen Eu­ro ma­chen wür­de.

„Kin­der sind für ih­re El­tern das Kost­bars­te. Das Ge­fühl, ih­nen zu hel­fen, ih­nen Rat zu ge­ben, ist nicht zu top­pen“

Dr. Wolf­gang Brü­ninghaus, Kin­der­arzt aus Kle­ve, über sei­nen Be­rufs­all­tag. Ge­ra­de in die­sen Zei­ten muss er vie­le Pa­ti­en­ten ab­wei­sen.

RP-FO­TOS (4): MAR­KUS VAN OF­FERN

Hil­de­gard Lie­be­ton ali­as Frau Ra­ma er­öff­ne­te den Abend in der Kle­ver Stadt­hal­le.

Mo­de­riert wur­de der Abend von An­ne van Ei­ckels (l.) und St­ef­fi Neu (2.v.r). Die bei­den WDR-Mo­de­ra­to­rin­nen be­frag­ten un­ter an­de­rem Reinhold Kohls und sei­ne Mit­ar­bei­te­rin.

Sven Ratz­ke, ein ge­bür­ti­ger Kra­nen­bur­ger, trat zum Schluss auf.

Ge­wann vie­le Sym­pa­thie­punk­te: Umut Ak­pi­nar, Trai­ner des 1. FC Kle­ve.

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