Die Bau­häus­ler, die Kunst und die Kre­fel­der Sei­den­in­dus­trie

Über 25 Bau­häus­ler leb­ten und ar­bei­te­ten seit den 1920-er bis in die 1960-er Jah­re in Krefeld und bil­de­ten ein Netz­werk mit der hie­si­gen In­dus­trie.

Rheinische Post Krefeld Kempen - - Krefelder Kultur -

(RP) In der Vor­trags­rei­he „Wis­sen tan­ken“der Freun­de der Kunst­mu­se­en Krefeld hält Chris­tia­ne Lan­ge am Di­ens­tag, 18. Ju­ni, um 19 Uhr den Vor­trag „Werk­bund, Kunst­sze­ne und Sei­den­in­dus­trie – ein in­dus­tri­ell-kul­tu­rel­les Netz­werk“im Kai­ser-Wil­helm-Mu­se­um. Die Vor­sit­zen­de des Ver­eins Mies van der Ro­he in Krefeld (MiK) stellt in ih­rem Vor­trag die Hin­ter­grün­de der lang­jäh­ri­gen Zu­sam­men­ar­beit der Sei­den­in­dus­trie mit Ver­tre­tern der Avant­gar­de und des Bau­hau­ses vor. Sie be­leuch­tet hier­bei die Rol­le, die der Deut­scheWerk­bund und die Kunst­sze­ne als lo­ka­le und über­re­gio­na­le Netz­wer­ke spie­len.

Über 25 Bau­häus­ler leb­ten und ar­bei­te­ten seit den 1920-er bis in die 1960-er Jah­re in Krefeld, dar­un­ter be­kann­te Ver­tre­ter der Schu­le wie ihr letz­ter Di­rek­tor Lud­wig Mies van der Ro­he, die Lei­te­rin der Aus­bau­klas­se Lil­ly Reich und der Be­grün­der des Vor­kur­ses Jo­han­nes It­ten. Chris­tia­ne Lan­ge, Uren­ke­lin von Her­mann Lan­ge, stellt das viel­fäl­ti­ge Schaf­fen der Bau­häus­ler in Krefeld vor und be­leuch­tet die kul­tur- und in­dus­trie­ge­schicht­li­chen Hin­ter­grün­de die­ser un­ge­wöhn­li­chen Zu­sam­men­ar­beit.

Die lau­fen­de Aus­stel­lung im Kai­ser-Wil­helm-Mu­se­um „Von Al­bers bis Zu­kunft. Auf den Spu­ren des Bau­hau­ses“be­zieht sich eben­falls auf das Bau­haus und die Spu­ren, die es in der Samm­lung hin­ter­las­sen hat. Wer­ke von Was­si­ly Kand­ins­ky, Paul Klee, Láz­ló Mo­h­oly-Na­gy, Lyo­nel Fei­nin­ger, Jo­sef Al­bers, Ge­org Mu­che, Ger­hard Marcks oder Fritz Win­ter bil­den da­bei den Kern, dar­un­ter auch Fei­nin­gers frü­he Bau­haus-Map­pe oder Kand­ins­kys Farb­ta­feln, die er an­läss­lich der pro­gram­ma­ti­schen Aus­stel­lung Far­be (1928) für das Kai­ser-Wil­helm-Mu­se­um schuf. Die groß an­ge­leg­te Prä­sen­ta­ti­on zeigt zum ei­nen die mit dem Deut­schenWerk­bund reich in der Samm­lung ver­tre­te­nen Vor­läu­fer des Bau­hau­ses wie auch ver­wand­te Strö­mun­gen wie „De Sti­jl“und Kon­struk­ti­vis­mus. – Ein­tritt drei, er­mä­ßigt 1,50 Eu­ro, für Mit­glie­der frei.

FO­TO: J. BAUCH

Chris­tia­ne Lan­ge re­fe­riert über das Netz­werk.

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