Der gro­ße Traum: Ei­ne ei­ge­ne Stern­war­te

Rheinische Post Krefeld-Land - - Krefeld Kompakt -

Ju­ni am Mor­gen­him­mel ver­tre­ten und ist von En­de Ok­to­ber bis Mai 2020 Abend­stern. Der Mars ist von Jah­res­be­ginn bis An­fang Ju­ni am Abend­him­mel zu se­hen und steht am 2.Sep­tem­ber in Kon­junk­ti­on zur Son­ne. Ju­pi­ter kommt am 10.Ju­ni in Op­po­si­ti­on zur Son­ne und kann da­nach noch bis An­fang No­vem­ber am Abend­him­mel be­ob­ach­tet wer­den. Sa­turn er­reicht am 2.Ja­nu­ar sei­ne Kon­junk­ti­on mit der Son­ne und er­reicht am 9.Ju­li sei­ne Op­po­si­ti­ons­stel­lung. Ura­nus steht am 28.Ok­to­ber und Nep­tun am 10.Sep­tem­ber in Op­po­si­ti­on zur Son­ne. Fins­ter­nis­se

Im Jahr 2019 er­eig­nen sich fünf Fins­ter­nis­se, wo­bei die par­ti­el­le Son­nen­fins­ter­nis vom 6.Ja­nu­ar, die to­ta­le Son­nen­fins­ter­nis vom 2.Ju­li und die ring­för­mi­ge Son­nen­fins­ter­nis vom 26.De­zem­ber von Mit­tel­eu­ro­pa aus un­be­ob­acht­bar sind. Am 21.Ja­nu­ar fin­det in den frü­hen Mor­gen­stun­den ei­ne to­ta­le Mond­fins­ter­nis statt. Die ma­xi­ma­le Ver­dun­ke­lung ist um 6.12Uhr MEZ. Al­ler­dings geht der Mond noch vor Aus­tritt aus dem Halb­schat­ten un­ter. Am 16./17. Ju­li fin­det ei­ne par-

ti­el­le Mond­fins­ter­nis statt.

Welt­raum­for­schung

Nach dem spek­ta­ku­lä­renVor­bei­flug der NA­SA-Son­de Ne­wHo­ri­zons am Zwerg­pla­ne­ten Plu­to und sei­nen fünf Mon­den im Jahr 2015 wur­de die Son­de zum Kui­per­gür­tel-Ob­jekt 2014MU69, ge­nannt Ul­ti­ma Thu­le, ge­lenkt. Am 1.Ja­nu­ar um 18.33 Uhr MEZ wird die Son­de im Ab­stand von ca. 3500 km an dem ca. 35 km gro­ßen ei­si­gen Kör­per aus der Ur­zeit des Son­nen­sys­tems vor­bei­flie­gen und hof­fent­lich in­ter­es­san­te Fo­tos über­mit­teln. Die NA­SA plant, auf de­mWei­ter­flug noch an­de­re Ob­jek­te zu be­su­chen, da die Plu­to­ni­um­bat­te­rie der Son­de noch bis ca. 2030 Ener­gie lie­fert.

Die An­fang De­zem­ber ge­star­te­te chi­ne­si­sche Mond­son­de Chang’e-4 soll An­fang Ja­nu­ar auf der Rück­sei­te des Mon­des lan­den und mit dem mit­ge­führ­ten Ro­ver Ana­ly­sen und Er­kun­di­gun­gen durch­füh­ren.

Chi­na will bis 2030 ei­nen Men­schen zum Mond schi­cken. Auch die in­di­sche Mond­son­de Chan­dra­ya­an-2, be­ste­hend aus ei­nem Or­bi­ter und ei­ner Lan­de­platt­form mit Ro­ver, soll En­de Ja­nu­ar zum Mond flie- Ver­ein Die Ver­ei­ni­gung Kre­fel­der Ster­nen­freun­de (VKS) ist ein ge­mein­nüt­zi­ger Ver­ein mir rund 80 Mit­glie­dern, der sich die Ver­brei­tung as­tro­no­mi­schen Wis­sens zum Ziel ge­setzt hat. Da­zu be­su­chen Ver­eins­mit­glie­der et­wa Schu­len und Ki­tas.

Stern­war­te Das gro­ße Ziel des Ver­eins ist der Bau ei­ner ei­ge­nen Stern­war­te; Kos­ten: 100.000 Eu­ro; knapp 30.000 Eu­ro sind schon ge­sam­melt. Um Spen­den wird ge­be­ten.

In­ter­net https://vks-kre­feld.de/

gen und ei­ne Lan­dung ver­su­chen. Die über­aus er­folg­rei­che Mis­si­on der Ke­p­ler-Son­de, bei der mehr als 2500 ex­tra­so­la­re Pla­ne­ten um frem­de Son­nen ent­deckt wur­den, ist we­gen Treib­stoff­man­gel zu En­de ge­gan­gen.

Die 2018 ge­star­te­te Nach­fol­ge­son­de TESS der NA­SA hat ih­re Ar­beit be­reits auf­ge­nom­men und wird in den nächs­ten Jah­ren ca. 200.000 Ster­ne im Ab­stand von 300 Licht­jah­ren zur Son­ne auf Exo­pla­ne­ten un­ter­su­chen. Sie wird da­bei rund 85 Pro­zent des Him­mels scan­nen.

Auch die ESA wird im Herbst die Son­de CHEOPS zur Su­che nach Exo­pla­ne­ten ins All schi­cken, fer­ner su­chen auf dem Cer­ro Pa­ra­nal über die Mis­si­on SPECULOOS vier Ein-Me­ter-Te­le­sko­pe nach Exo­pla­ne­ten um Ro­te Zwerg­ster­ne.

Die 2014 ge­star­te­te ja­pa­ni­sche Son­de Haya­bu­sa-2 hat im Som­mer 2018 den ca. 850 Me­ter gro­ßen As­te­ro­iden Ryu­gu er­reicht und soll im Ja­nu­ar nach er­folg­ter Lan­dung und Pro­be­nah­me von Gesteins­ma­te­ri­al mit die­sem den Rück­flug zur Er­de an­tre­ten. Die nach er­folg­rei­chem Ab­stieg auf den Mars ge­lan­de­te NA­SA-Son­de InSight hat mit den ge­plan­ten Un­ter­su­chun­gen be­gon­nen, in de­ren Ver­lauf u.a. ei­ne Bo­den­son­de rund vier Me­ter in den Mars­bo­den zwecksWär­me­mes­sung ge­häm­mert wer­den soll und ein auf dem Mars ab­ge­setz­ter Seis­mo­me­ter even­tu­el­le vul­ka­ni­sche Be­ben und ein­schla­gen­de Me­teo­ri­ten auf­zeich­nen soll.

Die­se spek­ta­ku­lä­re Bil­der­fol­ge ge­lang Ster­nen­freund Wolf­gang Ver­beek bei der Mond­fins­ter­nis am Abend des 27. Ju­li 2018. Sie dau­er­te ei­ne St­un­de und 43 Mi­nu­ten und war die längs­te des 21. Jahr­hun­derts. Der Mond er­schien röt­lich, weil lang­wel­li­ges, ro­tes Licht der Son­ne von der Erd­at­mo­sphä­re ge­bro­chen und in Rich­tung Mond ge­lenkt wird.

RP-AR­CHIV:BKÖ

Ster­nen­freun­de (v.l.): Gert Kül­kens, Theo Kan­nen­berg, Wolf­gang Ver­beek.

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