Ju­gend­ge­walt

Jus­tiz

Rheinische Post Krefeld - - Leserbriefe -

Da­men (?) scheint die­ses nicht wirk­lich zu in­ter­es­sie­ren. Sie sind ja da­von nicht be­trof­fen. Der Ar­ti­kel „Be­am­ten­bund für stren­ge­re Ur­tei­le bei Über­grif­fen“(RP vom 27. Ok­to­ber), er­in­nert mich an Kirs­ten Hei­sig, die bis zu ih­rem Tod im Ju­ni 2010 als Ju­gend­rich­te­rin am Amts­ge­richt Ber­lin-Tier­gar­ten tä­tig war. Ih­re For­de­run­gen wa­ren sei­ner­zeit, 2010, be­reits ein­deu­tig und klar: „Wenn wir nicht rasch und kon­se­quent han­deln, wenn wir un­se­re Rechts- und Wer­te­ord­nung nicht ent­schlos­sen durch­set­zen, wer­den wir den Kampf ge­gen die Ju­gend­ge­walt ver­lie­ren“. Ich möch­te da­zu er­gän­zen „Ge­gen je­de Ge­walt“. Denn wie oft liest man, dass die Po­li­zei ei­nen Tä­ter auf fri­scher Tat er­tappt und fest­ge­nom­men hat, der an­schlie­ßend auf Be­wäh­rung ent­las­sen wird, um dann in ab­seh­ba­rer Zeit er­neut fest­ge­nom­men zu wer­den. „Weh­ret den An­fän­gen,“kann ich da nur sa­gen und das mit kon­se­quen­tem Han­deln. Das Buch „Das En­de der Ge­duld“von Kirs­ten Hei­sig ist in die­sem Zu­sam­men­hang ab­so­lut le­sens­wert.

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