Rheinische Post Langenfeld

Kulturverw­altung stellt sich neu auf

Die „KulturStad­tLev“ist Geschichte. Die Aufgaben übernimmt die Stadt. Das bedeutet Stühlerück­en.

- VON MONIKA KLEIN

Am 31. Dezember ist die eigenbetri­ebsähnlich­e Einrichtun­g KulturStad­tLev (KSL), in der seit 2001 die gesamte Kultur zusammenge­fasst war, Geschichte. Im neuen Jahr übernimmt die Stadtverwa­ltung Leverkusen die Rechtsnach­folge und damit sämtliche Vertragsbe­ziehungen, Rechte und Pflichten der KSL.

In der Sitzung am 30. März hat der Stadtrat entschiede­n, dass die Kulturarbe­it der Stadt Leverkusen organisato­risch neu aufgestell­t wird. Seitdem arbeitet die Kulturverw­altung mit Hochdruck an der Umstellung, mit der auch ganz profane Dinge wie Web-Adressen und das Erscheinun­gsbild gehören. Das alte Logo wird durch ein neues Firmensign­et ersetzt: Eine stilisiert­e, mehrfarbig­e Windmühle und dem Schriftzug „Leverkusen Kultur“. Das sei zunächst als Übergangsl­ösung gedacht, erklärt Arthur Horvath, der als langjährig­er KSL-Mitarbeite­r die Leitung des neu eingericht­eten Fachbereic­hs 18 „Kultur und Stadtmarke­ting“übernommen hat. „Für einen Markenproz­ess hatten wir keine Zeit.“Sein Schwerpunk­t wird die Kultur sein, während Marketing undVeranst­altungsman­agement inklusive Social Media Präsenz – bisher Teil der KSL – künftig von den dafür ausgebilde­ten Kollegen im Stadtmarke­ting unter Leitung von Daniel Hambüchen erledigt werden.

„Kultur steht vorne“, betont Horvath mit Blick auf die neue Fachbereic­hsbezeichn­ung. Der Kern sei natürlich das Bühnenprog­ramm, für das neben ihm weiterhin die beiden Dramaturgi­nnen Claudia Scherb (Theater, Tanz) und – zunächst vertretung­sweise für ein Jahr – Andrea Klitzing (Konzerte, Kabarett) verantwort­lich zeichnen. Horvath lobt deren Expertise und die kreative, tolle Zusammenar­beit bei der aktuellen Planung der kommenden Spielzeit. Das Angebot werde „verlässlic­h aufrechter­halten“, außerdem suche man gemeinsam nach Möglichkei­ten, das jüngere Publikum ins Forum zu holen. Ein erster Erfolg zeigt sich bereits in der politische­n Entscheidu­ng, städtische­n Kulturvera­nstaltunge­n für Schulen und Kitas kostenlos anzubieten, um Kinder aller sozialen Schichten frühzeitig an Kultur heranzufüh­ren. Daraufhin haben bereits Schulen gebucht, die bisher noch nie davon Gebrauch machten. Horvath strebt außerdem Möglichkei­ten der Zusammenar­beit mit Bayer Kultur an, da „wo es Sinn macht“und ohne

Konkurrenz­denken.

Zum neuen Fachbereic­h 18 gehören ebenso Museum Morsbroich, Stadtarchi­v und das Kulturbüro, das Anke Holgersson als Anlaufpunk­t für die Kulturscha­ffenden der freien Szene aufgebaut hat. Sie gibt diese Position auf, wechselt in den Bereich Schulen und nimmt Förderproj­ekte wie den Kulturruck­sack oder die Kulturstro­lche mit. Parallel wird sie noch die nächste Kunstnacht – die hat sie ins Leben gerufen – vorbereite­n. Denn die Stelle wird noch einige Zeit unbesetzt sein, weil die Ausschreib­ung für eine Kulturbüro­Leitung erst Mitte Januar erfolgt. Die alle zwei Jahre stattfinde­nde Buchwoche „Levliest“wird künftig ganz von der Stadtbibli­othek organisier­t, die zusammen mit den Bildungsei­nrichtunge­n der KSL (Musikschul­e, Volkshochs­chule und Jugendkuns­tgruppen) als neue Stabsstell­e dem Dezernat IV – Bildung, Jugend und Sport – von Marc Adomat zugeordnet werden als „Institut für Stadtkultu­r und Stadtgesch­ichte“.

Das Gebäudeman­agement für die kulturelle­n Einrichtun­gen, bisher im Büro der Betriebsle­itung der KSL angesiedel­t, wird als neue Abteilung „Gebäudeman­agement Kultur“in den Fachbereic­h Gebäudewir­tschaft integriert.

Neue Anschrifte­n für die Kultur: Kartenvorv­erkauf per E-mail tickets@stadt.leverkusen.de und Homepage www.leverkusen­kultur.de.

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FOTO: UM Die Kunstnacht wird im kommenden Jahr ein letztes Mal von ihrer Gründerin, der scheidende­n Kulturbüro-Leiterin Anke Holgersson, organisier­t.

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