TuS-Bas­ket­bal­ler ma­chen Ver­bleib in der 2. Re­gio­nal­li­ga per­fekt

Rheinische Post Mettmann - - SPORT LOKAL - VON EL­MAR RUMP RP-FOTO: STASCHIK

TuS Hil­den – BG Kamp-Lint­fort 71:63 (38:27). Mehr in­ne­re Zuf­rie­den­heit als laut­star­ker Ju­bel – das war die Re­ak­ti­on der Hil­de­ner nach dem be­reits fünf Spiel­ta­ge vor Sai­son­en­de fest­ste­hen­den Klas­sen­er­halt. Selbst bei mög­li­cher­wei­se drei Ab­stei­gern spielt das Team um Cem Karal auch in der kom­men­den Sai­son in der 2. Bas­ket­ball-Re­gio­nal­li­ga. „Lint­fort ist im­mer schwer zu spie­len. Das war heu­te nicht an­ders. Wir ha­ben ei­ne gu­te ers­te Halb­zeit ab­ge­lie­fert, dann aber im drit­ten Vier­tel vor­über­ge­hend den Fa­den ver­lo­ren. Da ha­ben wir uns oft in Ein­zel­ak­tio­nen ver­zet­telt“, ana­ly­sier­te Karal. Der Spie­ler­trai­ner des TuS, der mit dem grip­pe­ge­schwäch­ten Björn Klaas ei­nen sei­ner Bes­ten er­set­zen muss­te, er­gänz­te: „Der Sieg ist aber ver­dient, weil wir im Schluss­vier­tel ge­gen die nie auf­ste­cken­den Lint­for­ter kon­se­quent ge­gen­ge­hal­ten ha­ben.“

Sein Ge­gen­über To­bi­as Lieb­ke, dem mit dem jun­gen Jo­el Ami­nu eben­falls ein an­ge­schla­ge­ner Leis­tungs­trä­ger fehl­te, ur­teil­te: „Am En­de des drit­ten Vier­tels und mit der 55:54-Füh­rung zu Be­ginn des Schluss­vier­tels wa­ren wir ganz dicht dran. Mehr aber auch nicht. Hil­den hat es dann in den letz­ten vier, fünf Mi­nu­ten cle­ver run­ter­ge­spielt.“Un­ter dem Strich stand der drit­te Sieg des TuS ge­gen den letzt­jäh­ri­gen Mit­auf­stei­ger bin­nen vier Mo­na­ten – den Er­folg im WBV-Po­kal ein­ge­schlos­sen.

An­ders als ei­ne Wo­che zu­vor in Essen star­te­ten die jetzt auf Rang sechs vor­ge­rück­ten Hil­de­ner kon­zen­triert. Das war auch nö­tig, denn der Ta­bel­len­zehn­te be­gann eben­falls en­ga­giert. Mit ei­nem Drei­er ge­lang des­sen Ka­pi­tän Björn Wa­gner die ers­te Füh­rung (3. 8:6). Dann kam die gro­ße Zeit des agi­len Paul Krü­ger, der nach dem 14:8 (7.) für die Ein­hei­mi­schen bis zur ers­ten Pau­se drei Drei­er zum 21:19 im Hil­de­ner Korb un­ter­brach­te. Im zwei­ten Vier­tel stan­den die Lint­for­ter total ne­ben den Schu­hen, er­ziel­ten nur sechs Punk­te. Die­se „Aus­zeit“nutz­te der wei­ter­hin kon­zen­triert auf­tre­ten­de, jetzt auch im Re­bound ver­bes­ser­te TuS kon­se­quent aus. Aber der Elf-Punk­te- Vor­sprung zur Pau­se war längst noch kein Ru­he­kis­sen.

Lenn­art Kle­ver er­höh­te zu Be­ginn des drit­ten Durch­gangs noch auf 40:28. Aber das soll­te es bis zur 25. Mi­nu­te auch ge­we­sen sein. Die Gäs­te ka­men bis auf 42:39 (26.) her­an, und auch nach 30 Mi­nu­ten schien an­ge­sichts des hauch­dün­nen 52:51-Vor­sprungs der Hil­de­ner al­les wie­der of­fen. Und die blie­ben ei­gent­lich nur im Spiel, weil Len­nie Kle­ver, im­mer wie­der an­ge­feu­ert von den Zu­schau­ern, förm­lich über sich hin­aus­wuchs, mit sei­nen in die­ser Pha­se er­ziel­ten elf emi­nent wich­ti­gen Punk­ten fast im Al­lein­gang dem Geg­ner die Stirn bot.

Kle­ver war es auch, der nach der ein­zi­gen Gäs­te-Füh­rung durch Till Ach­ter­mei­er zum 55:54 (32.) den Spieß mit ei­nem Drei­er post­wen­dend wie­der um­dreh­te. Es blieb auch in der Fol­ge ei­ne en­ge An­ge­le­gen­heit. Der TuS spiel­te sei­ne Of­fen­siv­ak­tio­nen nun al­ler­dings sou­ve­rä­ner zu En­de, leis­te­te sich auch nicht mehr so vie­le leicht­fer­ti­ge Ball­ver­lus­te. Und mit dem un­ter an­de­rem zum 63:58 (36.) und 30 Se­kun­den vor der Schluss­si­re­ne zum End­stand ver­ant­wort­li­chen Mat­theus Kon­dra­cie­wicz setz­te in der ent­schei­den­den Pha­se ein Spie­ler Ak­zen­te, der an­sons­ten nicht so sehr für die Glanz­lich­ter un­ter dem geg­ne­ri­schen Korb zu­stän­dig ist.

Lenn­art Kle­ver (l.) trumpf­te dies­mal in Top­form auf.

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