Rheinische Post Mettmann

VfB 03 rutscht auf den achten Platz ab

- VON BIRGIT SICKER

Die zweite bittere Niederlage hintereina­nder hat für die Hildener auch in der Tabelle Folgen. Erneut rufen die Oberliga-Fußballer ihr wahres Leistungsv­ermögen nicht ab – jetzt ist erst einmal Frustbewäl­tigung angesagt.

VfR Krefeld-Fischeln – VfB 03 Hilden 4:3 (0:2). Zum zweiten Mal in Folge handeln sich die Fußballer des VfB 03 eine vermeidbar­e Niederlage ein. Schon in der Partie am Gründonner­stag gegen den schwachen Regionalli­ga-Absteiger SSVg Velbert ließen die Hildener die notwendige Konsequenz im Abschluss vermissen, während dem Kontrahent­en eine gute Chance zum Tor des Tages reichte. Diesmal aber lag die Mannschaft von Marcel Bastians sogar mit 2:0 in Führung – und gab den Vorsprung nach der Pause überrasche­nd noch aus der Hand. Wieso? „Diese Frage muss man sich wirklich stellen“, sagte ein zerknirsch­ter Michael Kulm nach dem Abpfiff. Der Teammanage­r des VfB 03 gestand: „Es ist schon extrem ärgerlich, dieses Spiel zu verlieren, zumal wir bis zum 1:2 und auch danach noch sehr gut und ordentlich gespielt haben.“Das reichte aber nicht, um die Krefelder zu bezwingen. Die bittere Konsequenz: Die Hildener rutschten auf den achten Platz ab, während Fischeln auf Rang fünf kletterte.

Dabei fanden die Fußballer des VfB 03 gut in die Oberliga-Begegnung, auch wenn sie nach zwölf Minuten eine Schrecksek­unde hatten, als Quin Johannes Kruijsen erst im Duell gegen Keeper Bastian Sube seinen Meister fand. Nur zwei Minuten später stürmte Khalid Al-Bazaz über die linke Seite nach vorne, passte steil auf Pascal Weber, der sich im hohen Tempo durchsetzt­e und ins lange Eck zur 1:0-Führung vollendete. Kurz danach köpfte der Angreifer den Ball nach einer Flanke von Patrick Percoco nur knapp am Krefelder Kasten vorbei (17.). Auch an der nächsten guten Szene war Calli Weber beteiligt. Als die Gastgeber den Stürmer im Strafraum nur mit einem Foul zu bremsen vermochten, trat Denis Ivosevic zum Elfmeter an und verwandelt­e sicher zum 2:0 (30.). In der Folge ging es weiter überwiegen­d Richtung Fischelner Tor. Den Kopfball von AlBazaz nach Percoco-Hereingabe parierte Keeper Halil Özcelik jedoch (37.). Ein Hildener Freistoß war schon geklärt, dann aber tauch- te Justin Härtel vor dem Torhüter auf, wollte ihn mit einem Lupfer überwinden – mit den Fingerspit­zen lenkte Özcelik die Kugel zur Ecke (40.). Den Schlusspun­kt der ersten Halbzeit bildete ein Freistoß von Stefan Schaumburg, der am kurzen Pfosten vorbeistri­ch (43.).

Fünf Minuten nach dem Wiederanpf­iff folgte die nächste klare Chance der Hildener. Der konternde Al-Bazaz setzte Jannik Weber in Szene, der den Ball über den Schlussman­n lupfte – aber auch übers Tor. Dann blieben auch Distanzsch­üsse von Percoco (53.) und Fabio di Gaetano (65.) ohne Ertrag. Schlimmer war noch jene Szene, als Schaumburg den Ball präzise auf Calli Weber spielte, der Keeper jedoch parierte – und der Nachschuss von Schaumburg an den Pfosten ging (70.).

Eine Minute später verloren die Hildener den Ball in der Vorwärtsbe­wegung und Kevin Breuer spitzelte die Kugel aus kurzer Distanz an Bastian Sube vorbei zum 1:2 (71.) ins Netz. Vier Minuten danach traf Breuer aus 22 Metern zum 2:2 in den Winkel. „Marke Traumtor“, fand Michael Kulm. Für seine Mannschaft begann damit jedoch ein Alptraum, denn weitere 120 Sekunden später brachte Dustin Orlean die Krefelder mit 3:2 in Führung. Und dann konterten die Gastgeber den VfB 03 eiskalt aus – erneut Breuer erhöhte auf 4:2 (87.). Als ein Verteidige­r Vincenzo Lorefice im Strafraum von den Beinen holte, verkürzte Denis Ivosevic per Elfmeter auf 3:4 (89.). Kurz danach pfiff Schiedsric­hter Okan Uyma die Oberliga-Begegnung ab. Und der VfB 03 stand wieder mit leeren Händen da.

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RP-FOTO: LOTHAR STRÜCKEN In dieser Szene war VfB-Keeper Bastian Sube einen Tick schneller als Dustin Orlean, der später aber zur Krefelder 3:2-Führung traf.

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