Fak­ten se­hen

Rheinische Post Mettmann - - LESERBRIEFE -

Zu „Die neu­en Theo­lo­gen“(RP vom 25. Ju­ni): Nichts ge­gen die An­sicht von Herrn Vollmer: „Das Land braucht ei­ne neue Ver­stän­di­gung über sei­ne Iden­ti­tät.“Und auch nichts ge­gen sei­ne Meinung: „Und da­zu braucht es His­to­ri­ker.“Aber wo­rin be­steht der er­war­te­te Bei­trag der His­to­ri­ker? Herr Vollmer: „Die Auf­ga­be der His­to­ri­ker er­schöpft sich nicht dar­in, Tat­ort­si­che­rung zu be­trei­ben. Es geht um mehr: um In­ter­pre­ta­ti­on, Sti­mu­la­ti­on, auch um Par­tei­nah­me.“Nä­hert sich die­se An­sicht nicht sehr den Ge­pflo­gen­hei­ten au­to­ri­tä­rer Re­gime, die Ge­schich­te je­weils ih­ren Be­dürf­nis­sen ent­spre­chend zu in­ter­pre­tie­ren? In ei­ner frei­en Ge­sell­schaft kann man er­war­ten, dass His­to­ri­ker sich auf die vor­ur­teils­freie Wie­der­ga­be und Be­schrei­bung von Fak­ten be­schrän­ken und nicht als „Die neu­en Theo­lo­gen“Glau­bens­wahr­hei­ten ver­kün­den. Die für er­for­der­lich ge­hal­te­ne In­ter­pre­ta­ti­on, Sti­mu­la­ti­on

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