Fi­nanz­amt: SPD zofft sich mit dem Bür­ger­meis­ter

Rheinische Post Moers - - Der Grafschafter -

MO­ERS (po­go) Die Stadt hat die Mög­lich­keit, das ehe­ma­li­ge Fi­nanz­amt zu kau­fen und För­der­gel­der für ei­ne Wohn­be­bau­ung zu be­an­tra­gen. Das geht aus der Ant­wort der Lan­des­re­gie­rung auf ei­ne klei­ne An­fra­ge des SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Ibra­him Ye­tim her­vor. Ye­tim wirft Bür­ger­meis­ter Chris­toph Fleisch­hau­er Un­tä­tig­keit vor. Vor ei­nem Jahr sei be­kannt ge­wor­den, dass das Fi­nanz­amt nach Kamp-Lint­fort zie­hen wür­de. „Seit­dem gab es vom Bür­ger­meis­ter kei­ne Ide­en, kei­ne Vor­schlä­ge und kei­ne Initia­ti­ven“, sag­te Ye­tim in ei­ner Press­mit­tei­lung.

Fleich­hau­er er­wi­der­te die Kri­tik: „Es ist nicht stil­voll, aus ei­ner rich­ti­gen In­for­ma­ti­on et­was zu sei­nen Guns­ten miss­zu­ver­ste­hen.“So be­haup­tet Ye­tim, das Land se­he für das Fi­nanz­amts­ge­bäu­de ei­ne öf­fent­li­che Di­enst­leis­tung vor. In der Ant­wort auf sei­ne An­fra­ge steht al­ler­dings, dass das Grund­stück für Lan­des­zwe­cke nicht mehr be­nö­tigt wer­de und ver­äu­ßert wer­den soll. Nicht ganz voll­stän­dig ist zu­dem Ye­tims Dar­stel­lung, die Stadt se­he für das Are­al ei­ne „groß­zü­gi­ge öf­fent­li­che Flä­che vor“. Viel­mehr ist in der Ant­wort der Lan­des­re­gie­rung die Re­de da­von, dass „das Maß der bau­li­chen Nut­zung re­du­ziert wer­den und ei­ne groß­zü­gi­ge öf­fent­li­che Grün­flä­che ent­ste­hen“soll. Dass ein even­tu­ell an­stel­le des Fi­nanz­amts ge­bau­tes Ge­bäu­de nicht mehr so mas­siv sein soll, sei be­kannt, so Fleisch­hau­er.

In Sa­chen Fi­nanz­amt ha­be es meh­re­re Ge­sprächs­ter­mi­ne mit dem Land ge­ge­ben, sag­te der Bür­ger­meis­ter. „Die Po­li­tik ist über den Stand der Ge­sprä­che über den Tech­ni­schen Bei­ge­ord­ne­ten Thors­ten Kamp in­for­miert.“Al­ler­dings wirft auch der neue SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Atil­la Ci­kog­lu Flei­schau­er vor, die Po­li­tik „nicht mit­zu­neh­men“. Ei­nen Vor­schlag der Lan­des­re­gie­rung, das Fi­nanz­amts­ge­bäu­de nach Wert­gut­ach­ten an die Stadt ab­zu­tre­ten, be­zeich­net er als „ge­ra­de­zu un­ver­schämt“. Das Land ha­be die Stadt mit dem Weg­zug des Fi­nanz­amts „über­töl­pelt“. „Das Min­des­te wä­re es, der Stadt das Grund­stück zum Null­ta­rif und frei von Schad­stof­fen zu über­las­sen.“

AR­CHIV­FO­TO

Das Fi­nanz­amt Mo­ers ist in­zwi­schen um­ge­zo­gen.

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