CDU will Staats­hil­fe für RWE, Mi­nis­ter Du­in lehnt das ab

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WIRTSCHAFT - VON ANT­JE HÖ­NING

ES­SEN Der Chef der NRW-CDU, Ar­min La­schet, will jetzt mit so­zia­lis­ti­schen Mit­teln RWE ret­ten. Er bringt staat­li­che Hil­fen für den Ener­gie­kon­zern ins Ge­spräch. „Es gibt aus mei­ner Sicht ei­ne ge­samt­ge­sell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung, ge­mein­sam mit dem Un­ter­neh­men die Be­wäl­ti­gung der Ver­gan­gen­heits­las­ten aus vie­len Jahr­zehn­ten zu­ver­läs­si­ger Kern­kraft- und Braun­koh­le­strom-Lie­fe­rung zu or­ga­ni­sie­ren“, sag­te La­schet der „West­deut­schen All­ge­mei­nen Zei­tung“. NRW dür­fe es als Ener­gie­land Num­mer eins nicht egal sein, wenn ein so gro­ßer Ar­beit­ge­ber in die Knie ge­he.

NRW-Wirt­schafts­mi­nis­ter Gar­relt Du­in (SPD) lehnt es da­ge­gen ab, den Steu­er­zah­ler zur Kas­se zu bit­ten. „Steu­er­gel­der für die Ener­gie­wirt­schaft ein­zu­set­zen, das kann ich mir nun wirk­lich nicht vor­stel­len“, sag­te Du­in un­se­rer Re­dak­ti­on. „Un­se­re Po­li­tik hat ein an­de­res Ziel: Die Bun­des­re­gie­rung ist ge­for­dert, ver­nünf­ti­ge Rah­men­be­din­gun­gen für die Ver­sor­gungs­un­ter­neh­men zu schaf­fen, da­mit In­ves­ti­ti­ons­si­cher­heit ge­währ­leis­tet wird.“Das neue Strom­markt­ge­setz ge­he in die rich­ti­ge Rich­tung. „Dann ha­ben Un­ter­neh­men wie RWE ei­ne Chan­ce, sich neu zu po­si­tio­nie­ren.“

Den Steu­er­zah­ler wird Duins Hal­tung freu­en und La­schets Vor­stoß är­gern. Als Strom­kun­den wer­den sie be­reits zur Fi­nan­zie­rung des um­strit­te­nen Braun­koh­le-Kli­ma-De­als zur Kas­se ge­be­ten. An­le­ger se­hen in der De­bat­te da­ge­gen ei­nen Hoff­nungs­schim­mer für RWE. Die RWEAk­tie leg­te um mehr als fünf Pro­zent zu. RWE bleibt aber mit ei­nem Mi­nus von mehr als 60 Pro­zent schwächs­ter Dax-Wert des Jah­res.

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