Staat lässt Atom­kon­zer­ne nicht aus der Ver­ant­wor­tung

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WIRTSCHAFT -

BER­LIN (anh) Die von den Kon­zer­nen ge­wünsch­te Stif­tung zum Atom­aus­stieg ist vom Tisch. Zur Fi­nan­zie­rung soll statt­des­sen ein Ver­mö­gens­fonds kom­men, in den die Ver­sor­ger ih­re Rück­stel­lun­gen ein­zah­len. Das ver­lau­te­te aus der von der Bun­des­re­gie­rung ein­ge­setz­ten Kom­mis­si­on, die ges­tern zu Ge­sprä­chen mit den Chefs von Eon, RWE, EnBW und Vat­ten­fall zu­sam­men­kam. Auch Kanz­ler­amts­mi­nis­ter Pe­ter Alt­mai­er nahm teil.

Die Kon­zer­ne hat­ten ei­gent­lich auf ei­ne Stif­tung nach dem Vor­bild der RAG-Stif­tung ge­hofft. Dann wä­ren sie mit der Über­tra­gung ih­rer Rück­stel­lun­gen al­le Las­ten los. Doch der Staat will sie nicht aus der Pflicht las­sen. Zu­dem hal­ten die Po­li­ti­ker we­nig da­von, dass die Ver­sor­ger den Atom­fonds mit Fir­men­an­tei­len fül­len. Sie sol­len Bar­geld ein­zah­len, was al­ler­dings für RWE ein Pro­blem wer­den dürf­te, so Bran­chen­krei­se. Die Kon­zer­ne ha­ben gut 38 Mil­li­ar­den Euro an Rück­stel­lun­gen ge­bil­det, die aber nicht bar im Tre­sor lie­gen, son­dern in Kraft­wer­ken und Net­zen ge­bun­den sind. We­gen strit­ti­ger Fra­gen dau­ern die Be­ra­tun­gen län­ger als ge­plant. Die letz­te Sit­zung der Kom­mis­si­on ist für den 29. Fe­bru­ar ge­plant.

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