DEG hat trotz Nie­der­la­ge ei­ne gu­te Aus­gangs­po­si­ti­on

Rheinische Post Stadtteilausgabe Duesseldorf-Nord/Ost - - Düsseldorfer Sport - VON RO­MAN GROMBACH

Neu­es Jahr, neu­es Glück? Das braucht die Düs­sel­dor­fer EG wohl nur be­dingt. Denn mit ei­nem fes­ten Platz in der Spit­zen­grup­pe der Deut­schen Eis­ho­ckey Li­ga ha­ben sich die Rot-Gel­ben zu­letzt ei­ne pri­ma Aus­gangs­la­ge für die hei­ße Schluss­pha­se der re­gu­lä­ren Sai­son ge­schaf­fen. Bei der DEG hät­te al­so wohl kaum je­mand et­was da­ge­gen, wenn es so wei­ter­lie­fe wie bis­her. Wo­bei: Wür­de al­lein das letz­te Spiel des Jah­res 2018 als Maß­stab gel­ten, dann wä­re da durch­aus noch Luft nach oben.

Da­bei hat­te Chef­trai­ner Harold Kreis beim 0:1 in In­gol­stadt „kein Dra­ma, son­dern das er­war­tet schwe­re Spiel“ge­se­hen. Al­ler­dings: Erst­mals blieb sein Team in die­ser Spiel­zeit oh­ne ei­ge­nes Tor. Nicht ein­mal im sonst so star­ken letz­ten Drit­tel konn­te der Bock ge­gen die de­fen­siv ste­hen­den Pan­ther um­ge­sto­ßen wer­den. Und so un­ter­la­gen die Düs­sel­dor­fer den In­gol­städ­tern am En­de be­reits zum drit­ten Mal in die­ser Spiel­zeit. Dass die Mann­schaft von der Do­nau den Rhein­län­dern nicht son­der­lich liegt, ist of­fen­sicht­lich.

Doch Kreis, der nach der Nie­der­la­ge zwar wie ge­wohnt höf­lich, aber an­ge­fres­sen ge­wirkt hat­te, be­trach­te­te lie­ber das Gan­ze: „Es ist ei­ne en­ge Li­ga. Und je we­ni­ger Spie­le in der Haupt­run­de ver­blei­ben, des­to här­ter und um­kämpf­ter wer­den die Spie­le. Dann kann man nicht im­mer das ma­chen, was man will, son­dern das, was der Geg­ner zu­lässt.“

Und ge­nau das er­war­te­te die DEG bei den Pan­thern. „In­gol­stadt spielt de­fen­siv mit ih­rer 1-3-1 For­ma­ti­on, ma­chen die neu­tra­le Zo­ne zu. Da­her wuss­ten wir, dass es kei­nes un­se­rer Tem­po­spie­le wird.“Im Ge­gen­teil: Die Schan­zer schaff­ten es na­he­zu über 60 Mi­nu­ten, den Gäs­ten mit ih­rer Spiel­wei­se den Zahn zu zie­hen.

Kreis er­klär­te, dass sei­ne Mann­schaft zu kom­pli­zier­te Ent­schei­dun­gen ge­trof­fen und Qu­er­päs­se in der neu­tra­len Zo­ne ge­spielt ha­be. Klei­nig­kei­ten, die es zu ver­bes­sern gilt. Am bes­ten schon in Schwen­nin­gen, wo die DEG am 2. Ja­nu­ar (19.30 Uhr) ins neue Jahr star­ten wird.

Bei der grund­le­gen­den Spiel­wei­se der DEG gibt es aber frei­lich kei­nen Grund für Ve­rän­de­run­gen. Da­für war die Sai­son bis­her zu stark. Als Be­leg da­für die­nen bei­spiels­wei­se das star­ke Tor­hü­ter-Duo mit ei­nem über­ra­gen­dem Ma­thi­as Nie­der­ber­ger (Fang­quo­te: 93,57 Pro­zent), die Pa­ra­de­rei­he Go­gul­la-Bar­ta-De­sche­neau (er­ziel­ten 48 der 106 To­re) oder auch ei­ne so­li­de Über­zahl so­wie die li­ga­bes­te Un­ter­zahl. Zu­ta­ten, die auf ei­ne lan­ge Sai­son hof­fen las­sen. Wo­bei es da­für im kom­men­den Jahr eben doch auch et­was (neu­es) Glück be­darf.

FO­TO: HÄF­NER

Spielt ei­ne star­ke Sai­son: DEG-Stür­mer Phi­lip Go­gul­la.

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