Deutschland ist im Fahr­plan

Rheinische Post Viersen - - Sport -

Die deut­sche Mann­schaft hat ge­gen Bra­si­li­en wie­der ein rich­tig gu­tes Spiel ge­zeigt. Es war cle­ver von Christian Prokop, wie­der vie­len Jungs die Chan­ce zu ge­ben, ein paar Mi­nu­ten auf der Plat­te zu ste­hen. Deutschland ist im Fahr­plan – mehr aber auch nicht. Man darf nicht ver­ges­sen, dass die Bra­si­lia­ner kei­ne 24 St­un­den Zeit hat­ten, um sich zu re­ge­ne­rie­ren. Das war ein nicht zu un­ter­schät­zen­der Vor­teil für Deutschland. Bra­si­li­en hat­te Frank­reich am Ran­de ei­ner Nie­der­la­ge und Fe­dern ge­las­sen, da wird es für je­den hin­ten raus schwer. Das soll das Spiel un­se­res Teams aber nicht schmä­lern. An­di Wolff hat su­per ge­hal­ten, un­se­re Ab­wehr hat gut ge­ar­bei­tet. So sind wir zu Ball­ge­win­nen und Ge­gen­stoß­to­ren ge­kom­men. Die Bra­si­lia­ner ha­ben spä­ter of­fen­siv ver­tei­digt. Die Räu­me ha­ben Paul Drux, Stef­fen Wein­hold oder auch die Kreis­läu­fer sehr gut ge­nutzt. Wie be­reits ge­sagt: Die ge­ord­ne­te De­fen­si­ve ist die Ba­sis für den Er­folg. Und die Art, mit der die Jungs bei der WM auf­tre­ten, ge­fällt dem Pu­bli­kum. So bringst du die Fans in der Hal­le auf dei­ne Sei­te.

Prokops Aus­sa­ge, dass er das schöns­te Spiel sei­ner bis­he­ri­gen Amts­zeit er­lebt hat, passt da rein. Sie zeigt sei­ne Si­tua­ti­on. Er hat nach der ent­täu­schen­den EM 2018 viel mit­ge­macht. Man sieht, wie wich­tig sol­che Er­fol­ge auch ihm per­sön­lich sind. Der nächs­te Geg­ner Russ­land zählt nicht mehr zu den Top-Na­tio­nen im Welt­hand­ball. Sie ha­ben aber ei­ne jun­ge, hung­ri­ge Mann­schaft. Deutschland muss so ver­tei­di­gen, wie ge­gen Bra­si­li­en, dann wer­den wir auch die­se zwei Punk­te ein­fah­ren.

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