Auf Bo­rus­si­as Tor­wart­team ist Ver­lass

Beim Win­ter­cup in Düs­sel­dorf be­kommt die Num­mer Eins, Yann Som­mer, ei­ne Pau­se, da­für über­zeu­gen die Ver­tre­ter Tobias Sip­pel und Mo­ritz Ni­co­las. „Wir ar­bei­ten je­den Tag sehr gut dar­an, dass wir al­le bes­ser wer­den“, sagt Sip­pel.

Rheinische Post Viersen - - Mönchengladbacher Sport - VON SE­BAS­TI­AN HOCHRAINER

DÜS­SEL­DORF Auf kei­ner an­de­ren Po­si­ti­on sind die Rol­len bei Bo­rus­sia so klar ver­teilt wie im Tor. Yann Som­mer ist die un­an­ge­foch­te­ne Num­mer eins, schon seit der Sai­son 2015/2016 ist Tobias Sip­pel der Er­satz­kee­per, Mo­ritz Ni­co­las ist als jun­ger, ta­len­tier­ter Kee­per die drit­te Kraft, sam­melt da­zu Er­fah­run­gen bei der U23 in der Re­gio­nal­li­ga. Beim Win­ter­cup in Düs­sel­dorf durf­ten bei­de mal ran, da Som­mer ei­ne Pau­se be­kam. Und prompt zeig­te Sip­pel beim 1:0-Sieg ge­gen Her­tha BSC Ber­lin ei­ne sehr star­ke Leis­tung, ret­te­te sei­ner Mann­schaft mit ei­ner Viel­zahl an Pa­ra­den den Er­folg und den da­mit ver­bun­de­nen Ein­zug in das End­spiel des Blitz­tur­niers.

Sip­pel hat da­mit sei­nem Trai­ner Die­ter He­cking ein­mal mehr be­wie­sen, dass sich Bo­rus­sia auch auf sei­ne Num­mer zwei ver­las­sen kann. „Ich ha­be mir die­se Art mitt­ler­wei­le an­ge­wöhnt, dass ich von null auf 100 so­fort da sein muss. Es ist schön, wenn es so gut funk­tio­niert“, sagt Sip­pel. Mit sei­ner Rol­le als Er­satz­kee­per, die da­mit ver­bun­den ist, dass er nur in Aus­nah­me­fäl­len zum Ein­satz kommt, hat sich der ehe­ma­li­ger Lau­te­rer längst ab­ge­fun­den. „Es be­steht na­tür­lich über­haupt kein Zwei­kampf zwi­schen mir und Yann, das ist klar. Aber den­noch macht es mir Spaß, wenn ich auf dem Platz ste­he. Die Vor­be­rei­tung ist die ein­zi­ge Zeit, in der ich mal spie­len kann“, sagt Sip­pel.

Am­bi­tio­nen auf ei­nem Stamm­platz bei Bo­rus­sia äu­ßert der Kee­per kei­ne. An­ge­sichts der star­ken Dar­bie­tun­gen von Som­mer wä­ren die auch sehr aus­sichts­los. Doch eben die­se Leis­tungs­stei­ge­rung führt Sip­pel nicht nur auf die Form des Schwei­zer Kee­pers zu­rück. „Yann hat das in der Hin­run­de sehr gut ge­macht. Aber ich den­ke, dass ist nicht nur das Ver­dienst ei­nes Ein­zel­nen, in dem Fall von ihm. Wir ar­bei­ten als Tor­wart­team je­den Tag sehr gut dar­an, dass wir al­le bes­ser wer­den. Wir ha­ben mit Stef­fen Krebs noch ei­nen Tor­wart­trai­ner da­zu­be­kom­men, das passt al­les. Da­her den­ke ich, dass Yanns Leis­tun­gen auch ein Pro­dukt des Zu­sam­men­spiels von uns ist“, sagt Sip­pel.

Seit drei­ein­halb Jah­ren spielt der Kee­per nun für Bo­rus­sia, sein Ver­trag läuft am En­de die­ser Sai­son aus. Mit Dar­bie­tun­gen wie beim Blitz­tur­nier in Düs­sel­dorf lie­fert Sip­pel bes­te Ar­gu­men­te für ei­ne Ver­län­ge­rung sei­nes Kon­trakts. Denn ge­ra­de auf der Po­si­ti­on des Er­satz­tor­hü­ters ist es wich­tig, je­man­den zu ha­ben, auf den man sich sport­lich ver­las­sen kann, der aber auch sei­ne Rol­le ak­zep­tiert und ins Ge­fü­ge des Tor­wart­teams passt. Dass bei Sip­pel al­le Kom­po­nen­ten zu­tref­fen, hat er am Sonn­tag noch­mals ein­drucks­voll un­ter Be­weis ge­stellt. Da­zu kommt, dass sich un­ter die­sen Um­stän­den

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