Bay­er Le­ver­ku­sen ist in der Li­ga das Team der St­un­de

Rheinische Post Viersen - - Sport - VON SE­BAS­TI­AN BERG­MANN

LE­VER­KU­SEN Was vor rund zwei Mo­na­ten noch als ge­wag­te Uto­pie er­schien, ist nach dem 21. Spiel­tag Rea­li­tät: Bay­er Le­ver­ku­sen steht zum ers­ten Mal in die­ser Sai­son auf Platz sechs und da­mit auf ei­nem Eu­ro­pa­po­kal­platz. Der Rück­stand auf die Cham­pi­ons-Le­ague-Rän­ge be­trägt nach fünf Sie­gen in sechs Li­ga-Spie­len nur noch fünf Punk­te. Da­mit ist die Werks­elf das Team der St­un­de – und hat nach dem 5:1 in Mainz Lust auf mehr. „Wenn wir wei­ter­hin so gut spie­len, ist al­les mög­lich“, sag­te Le­ver­ku­sens Mit­tel­feld­spie­ler Kai Ha­vertz.

Der 19-Jäh­ri­ge war am Frei­tag­abend ge­mein­sam mit Ju­li­an Brandt, der sei­nen ers­ten Bun­des­li­ga-Dop­pel­pack er­ziel­te, ei­ner der her­aus­ra­gen­den Of­fen­siv­kräf­te auf dem Ra­sen und steu­er­te selbst ei­nen Tref­fer zum Kan­ter­sieg bei. „Klar liegt noch viel Ar­beit vor uns“, be­ton­te der zwei­fa­che deut­sche Na­tio­nal­spie­ler, füg­te aber hin­zu: „Dass es so schnell so gut läuft, hät­ten wir nicht ge­dacht.“Da­mit spricht er wohl vor al­lem die An­pas­sung der Le­ver­ku­se­ner an die Vor­stel­lun­gen von Trai­ner Pe­ter Bosz an.

Der Nie­der­län­der hat die im Nir­va­na der Ta­bel­le fest­ste­cken­de Mann­schaft im Win­ter von Hei­ko Herr­lich über­nom­men und ein ri­si­ko­freu­di­ge­res so­wie of­fen­si­ve­res Sys­tem im­ple­men­tiert, das auf die spiel­star­ken und schnel­len An­grei­fer von Bay­er 04 bis­wei­len maß­ge­schnei­dert wirkt. Ob­wohl das Pflicht­spiel­de­büt ge­gen Mön­chen­glad­bach 0:1 ver­lo­ren ging, führt die Werks­elf die Rück­run­den­ta­bel­le in­zwi­schen vor dem FC Bay­ern Mün­chen an. „Wir ha­ben jetzt drei Mal in der Li­ga hin­ter­ein­an­der ge­won­nen. Das war sehr wich­tig, jetzt sind wir wie­der da­bei“, sag­te Coach Bosz.

Auch An­grei­fer Ke­vin Vol­land, der bei­de Brandt-To­re in Mainz mus­ter­gül­tig vor­be­rei­te­te, sieht die Werks­elf klar im Auf­schwung. „Wir ste­hen zu­recht da, wo wir jetzt sind“, er­klär­te der 26-Jäh­ri­ge. „Aber wir müs­sen wei­ter­ma­chen. Mit Kras­no­dar und Düsseldorf ha­ben wir wich­ti­ge Spie­le vor uns.“Am Don­ners­tag ist Bay­er 04 zu­nächst in Russ­land in der Eu­ro­pa Le­ague ge­for­dert, ehe am Sonn­tag Fortu­na in der BayA­re­na gas­tiert.

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