Brüg­gen nimmt Kre­dit für Bad auf

Rheinische Post Viersen - - Lokales - VON BIR­GIT SROKA

Die Burg­ge­mein­de plant 2019/2020 In­ves­ti­tio­nen. Der Käm­me­rer warnt vor Ab­schrei­bun­gen in Mil­lio­nen­hö­he.

BRÜG­GEN In der jüngs­ten Fi­nanz­aus­schuss­sit­zung stell­te der Käm­me­rer Oli­ver Man­kow­ski den Dop­pel­haus­halt der Burg­ge­mein­de für die Jah­re 2019/2020 vor. Die Aus­gleichs­rück­la­ge soll in den nächs­ten zwei Jah­ren nicht schrump­fen. Aber durch die ge­plan­ten Groß­in­ves­ti­tio­nen, et­wa für das in­ter­kom­mu­na­le Bad mit der Ge­mein­de Nie­der­krüch­ten und zwei neue Feu­er­wehr­ge­rä­te­häu­ser, sei die Auf­nah­me von Kre­di­ten er­for­der­lich: in 2019 ein Kre­dit in Hö­he von fünf Mil­lio­nen Eu­ro, in 2020 gar von zehn Mil­lio­nen Eu­ro. „Wenn wir uns das al­les leis­ten wer­den, stei­gen die Ab­schrei­bun­gen in den nächs­ten 30 Jah­ren um jähr­lich 1,5 Mil­lio­nen Eu­ro. Das wird ein ganz di­ckes Brett für die Ge­mein­de“, so der Käm­me­rer. So­bald bei­spiels­wei­se das in­ter­kom­mu­na­le Bad ge­baut ist und die Ab­schrei­bun­gen zum

Tra­gen kom­men, kön­ne es sein, dass „die Aus­gleichs­rück­la­ge von noch 1,9 Mil­lio­nen Eu­ro sehr schnell ver­braucht sein wird“.

Jetzt lä­ge dem Käm­me­rer ein An­ge­bot der NRW-Bank für kom­mu­na­le In­ves­ti­tio­nen vor, zu ei­nem Zins­satz von 0,26 Pro­zent für zehn Jah­re. Wenn der Mo­ment ge­nutzt und ein Kre­dit für den Bau des in­ter­kom­mu­na­len Bads auf­ge­nom­men wer­den soll, wür­den die Mit­tel nur für die­sen Zweck ge­blockt wer­den.

Stimmt die Ge­mein­de Nie­der­krüch­ten al­ler­dings ge­gen das ge­mein­sa­me Bad, ist der Haus­halts­an­satz erst ein­mal für die Ton­ne und müss­te mit ei­nem Nach­trags­haus­halt an­ge­passt wer­den. „Al­les, was rund um das in­ter­kom­mu­na­le Bad ein­ge­plant wird, wird mit ei­ner Sper­re be­legt, bis das Geld ge­braucht wird oder die po­li­ti­sche Dis­kus­si­on zum Bad ab­ge­schlos­sen ist“, so Man­kow­ski.

Auch die Fest­set­zung der Grund­steu­ern A und B und der Ge­wer­be­steu­er für die Jah­re 2019 und 2020 könn­ten – wenn es nö­tig sei – mit ei­nem Nach­trag für 2020 an­ge­passt wer­den. Aber: Kei­ner wis­se ge­nau, was pas­sie­ren wird, wenn die Grund­steu­er B in Zu­kunft neu be­rech­net wer­den müs­se und wie sich das auf den Haus­halt der Kom­mu­ne aus­wir­ke, gab Rolf Ger­se­mann (AWB) zu be­den­ken.

Re­né Bon­gartz (Grü­ne): „Wir ha­ben kal­te Fü­ße und über­las­ten die 16.000 Bür­ger.“Gottfried Op­ten­platz (SPD) ist – ähn­lich wie der Aus­schuss­vor­sit­zen­de Wolf­gang Buchholz (CDU) — der Mei­nung, dass es zu ei­nem Nach­trags­haus­halt kom­men wer­de und man den vor­lie­gen­den Dop­pel­haus­halt erst­mal so be­schlie­ßen müs­se.Oli­ver Man­kow­ski ap­pel­lier­te an die Kreis­tags­mit­glie­der, sich für ei­ne Kom­mu­nen-freund­li­che­re Um­la­ge ein­zu­set­zen. Die Sat­zung soll in der Rats­sit­zung am 26. März be­schlos­sen wer­den.

„Das wird ein di­ckes Brett für die Ge­mein­de“Oli­ver Man­kow­ski Käm­me­rer

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