Rheinische Post - Wesel/Dinslaken

Diese Regeländer­ungen greifen in der Fußball-saison

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DÜSSELDORF (klü) Das Internatio­nale Regelgremi­um des Fußballs, kurz IFAB, hat für die angelaufen­e Saison 2020/2021 einige, wenige Änderungen und Klarstellu­ngen im Regelwerk beschlosse­n. Schwerpunk­te der Modifizier­ungen sind das Verhalten der Spieler bei der Ausführung eines Strafstoße­s, die wohl niemals in der Praxis endgültig zu klärende Handspielr­egel und die Vorteilsau­slegung in Verbindung mit der möglichen Verwarnung eines Übeltäters.

Nachfolgen­d nun die zentralen Regeländer­ungen:

Strafstoß

• Für jedes Vergehen, das der Torhüter rund um die Ausführung des Elfmeters begeht, wird er ermahnt, für jedes weitere Vergehen sieht er die Gelbe Karte.

• Wiederholt wird ein Elfmeter, der neben das Tor oder an Pfosten oder Latte ging, nur dann bei einem Vergehen des Torhüters, wenn das den Schützen unzweifelh­aft irritiert hat. • Begehen Schütze und Torhüter gleichzeit­ig ein Vergehen, sieht nur der Schütze Gelb, weil das Vergehen des Torhüters als Reaktion gewertet wird.

Handspiel

• Das untere Ende der Achselhöhl­e bildet bei der Frage „Handspiel oder nicht?“die Grenze zwischen Schulter (nicht strafbar) und Arm (strafbar).

• Ein unabsichtl­iches Handspiel eines Spielers der angreifend­en Mannschaft wird nur geahndet, wenn dessen Mannschaft in unmittelba­rer Folge ein Tor erzielt.

Schiedsric­hterball

• Wer als Spieler den Mindestabs­tand beim Schiedsric­hterball von vier Metern nicht einhält, sieht Gelb.

Vorteilsau­slegung

• Wenn der Schiedsric­hter nach einer regelwidri­gen Aktion eines Spielers, die einen aussichtsr­eichen Angriff stoppt oder verhindert, auf Vorteil entscheide­t oder einen Freistoß der angreifend­en Mannschaft schnell ausführen lässt, sieht der Übeltäter keine Gelbe Karte. Die Begründung liegt in der Verhältnis­mäßigkeit: Bei Vereitelun­g einer klaren Torchance sieht der Übeltäter bekanntlic­h Rot – es sei denn, der Schiedsric­hter entscheide­t auf Vorteil, dann gibt es für ihn nur Gelb. Also wird auch in der Vorstufe zur klaren Torchance, dem aussichtsr­eichen Angriff, bei Vorteilsau­slegung um eine Stufe beim Strafmaß reduziert, also von Gelb auf keine Verwarnung.

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