Rheinische Post - Wesel/Dinslaken

Gebrauchte­r Sonntag für den PSV Wesel

Duch eine 0:3-Niederlage bei Fichte Lintfort verliert der Fußball-landesligi­st PSV Wesel erst einmal den Anschluss an Spitzenrei­ter SV Sonsbeck. Abwehrspie­ler Laader sieht zudem früh die rote Karte wegen einer Notbremse.

- VON MICHAEL RYBERG

KAMP-LINTFORT Irgendwie kam für den PSV Wesel am Sonntag beim Gastspiel an der Lintforter Franzstraß­e alles zusammen. Zu viele Personalau­sfälle, eine zeitige Rote Karte gegen Innenverte­idiger Lennart Laader und ein top eingestell­ter Gegner TUS Fichte mündeten unweigerli­ch in einem verdientem 0:3 (0:1). Die Grün-weißen verlieren in der Fußball-landesliga damit erst einmal die Tuchfühlun­g zu Spitzenrei­ter SV Sonsbeck bei nunmehr acht Punkten Rückstand.

Vor allem der Feldverwei­s gegen Laader nach nur 18 Spielminut­en tat den Gäste weh. Der Abwehrreck­e wusste sich kurz vor dem Strafraum gegen den allein auf Keeper Sebastian Kaiser zusteuernd­en Fichte-torjäger Florian Ortstadt nur noch mit der Notbremse zu helfen. „Lennart ist einer unserer wichtigste­n Verteidige­r, das hat das Spiel natürlich ziemlich beeinfluss­t“, stellte Psv-trainer Björn Assfelder nach Schlusspfi­ff zerknirsch­t fest.

Die Lintforter bekamen jetzt zunehmend Chancen – und trafen. Außenangre­ifer Robin van Radecke enteilte dem bis dahin fehlerfrei­en Timo Giese, die fällige Flanke verwertete Ortstadt im zweiten Versuch (30.). Es war der elfte Saisontref­fer für den Fichte-angreifer. Mehr war danach für Lintfort drin, doch Wesel rettete das 0:1 in die Kabine. „Die Unterzahl hätten wir nach der Pause anders angehen müssen. Wir haben Fichte zu schnell zu viele Räume gestattet“, kritisiert­e Trainer Assfelder.

Ab der 60. Minute rollten zunehmend die Konter auf das PSV-GEhäuse. Robin van Radecke zielte noch am leeren Weseler Tor vorbei, ehe Mittelfeld­motor Tim Konrad eine Minute später ein Zuspiel von

Florian Ortstadt im Psv-strafraum zum 2:0 verwertete (64.). Damit war die Partie entschiede­n.

Die einzig nennenswer­te Möglichkei­t der Gäste hätte in der 80. Minute noch einmal Restspannu­ng kreieren können. Doch im Anschluss an eine Ecke wussten Jost Kasparek und der eingewechs­elte Marian Michels ihre Freiheiten im Lintforter Fünfmeterr­aum nicht zu nutzen. Fichtes Ersatzkeep­er Gian-luca Wilden bestand die einzige Prüfung des Nachmittag­s.

Drei Minuten später kassierten die Gäste noch einen dritten Treffer. Der 19-jährige Elias Bergmann schob nach Vorarbeit des aufgerückt­en Innenverte­idigers Lars Hoffmeiste­r freistehen­d ein. Zuvor hatte Moritz Bergmann bei einem Pfostentre­ffer sogar noch Pech gehabt und hätte das Ergebnis noch höher ausfallen lassen können.

Auffällig beim PSV: Vorn wussten sich Viktor Klejonkin und Torjäger Yannik Oenning, der nach dem Feldverwei­s eher auf der linken Außenbahn unterwegs war, kaum gegen die starke Lintforter Innenverte­idigung mit Leslie Rume und Hoffmeiste­r durchzuset­zen. „Das Positive heute ist nur, dass wir nächste Woche mehr Personal haben“, so Trainer Assfelder. Am Sonntag kommt TSV Meerbusch II.

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FOTO: OLEKSANDR VOSKRESENS­KYI Timo Giese (l.) kann in dieser Szene Tim Konrad, den Schützen des Treffers zum zwischenze­itlichen 2:0, nicht stoppen.

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