Neu­er Brun­nen soll im Som­mer ab­ge­teuft wer­den

Rheinische Post Wesel - - Wesel -

HAMMIN­KELN (auf) Der hei­ße und lan­ge Som­mer hat auch die Was­ser­wer­ke Wit­ten­horst an die Be­las­tungs­gren­ze ge­bracht. Das Un­ter­neh­men konn­te zwar al­le Kun­den mit Trink­was­ser ver­sor­gen, „aber wir wa­ren an der Gren­ze“, er­klär­te Be­triebs­lei­ter Gün­ter El­ting jetzt bei der Be­triebs­ver­samm­lung. Weil die Ver­sor­gungs­si­cher­heit auf je­den Fall ge­währ­leis­tet wer­den muss und die zwölf Brun­nen der Was­ser­wer­ke mit ih­ren Ka­pa­zi­tä­ten reich­lich aus­ge­las­tet wa­ren, hat der Be­triebs­lei­ter sich nun das Okay der Ver­bands­ver­samm­lung für Brun­nen Num­mer 13 ge­holt: „Als Aus­fall­re­ser­ve.“

Die Pla­nun­gen für den neu­en Brun­nen lau­fen jetzt an und im Som­mer soll er ab­ge­teuft wer­den. Zwi­schen 28 und 30 Me­ter tief, schätzt El­ting, soll der neue Brun­nen wer­den. Denn man weiß ja nicht, wann der nächs­te Jahr­hun­dert-Som­mer wie­der vor der Tür steht. 200.000 Eu­ro ha­ben die Was­ser­wer­ke für die­ses Pro­jekt in ih­ren Wirt­schafts­plan ein­ge­stellt. Noch mehr Geld kos­tet die Was­ser­wer­ke die si­che­re Ver­sor­gung von Brü­nen mit Trink­was­ser. Auch hier war es im Som­mer nicht zu wirk­li­chen Eng­päs­sen ge­kom­men, aber viel Luft nach oben war auch nicht mehr. „Wir wer­den ei­ne neue Trans­port­lei­tung le­gen“, sag­te El­ting.

Denn auch hier gilt, dass die Ver­sor­gungs­si­cher­heit höchs­te Prio­ri­tät hat. 200 Mil­li­me­ter dick wird die Lei­tung im Durch­mes­ser sein. Ver­lau­fen wird sie von Blu­men­kamp bis zur Un­ter­bau­er­schaft auf ei­ner Län­ge von sechs Ki­lo­me­tern. Kos­ten­punkt: sat­te 850.000 Eu­ro. Wenn denn die Aus­schrei­bung, die Mit­te 2019 lau­fen soll, auch so klappt wie ge­plant. Denn Tief­bau-Un­ter­neh­men ha­ben zur­zeit ex­trem vol­le Auf­trags­bü­cher. Soll­te al­les so klap­pen wie ge­plant, wür­den die Bau­ar­bei­ten für die Lei­tung im Herbst be­gin­nen.

Für die Was­ser­wer­ke, be­ton­te Be­triebs­lei­ter El­ting, ist die­se In­ves­ti­ti­on ein rich­tig di­cker Bro­cken, der nicht mal eben aus der Por­to­kas­se be­zahlt wer­den kann. Nor­ma­ler­wei­se ste­hen im Haus­halt der Was­ser­wer­ke et­wa zwei Mil­lio­nen Eu­ro für In­stand­hal­tung und Re­pa­ra­tu­ren. „Da müs­sen wir ei­nen Kre­dit auf­neh­men“, so El­ting.

Wer jetzt be­fürch­tet, dass die Was­ser­wer­ke die In­ves­ti­ti­ons­sum­men über ei­ne Er­hö­hung der Trink­was­ser­ge­büh­ren wie­der her­ein­ho­len, kann sich be­ru­higt zu­rück­leh­nen. Ei­ne Er­hö­hung der Trink­was­ser­ge­büh­ren ist nicht ge­plant.

FO­TO: MAR­KUS JOOSTEN

Die Was­ser­wer­ke Wit­ten­horst in­ves­tie­ren jetzt.

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