Neue Re­stau­rants für We­sel

Be­we­gung in der Gastrosze­ne: Für gleich drei Gast­stät­ten, die lan­ge ver­waist wa­ren, wur­den Päch­ter ge­fun­den. Gleich­wohl gibt es am Korn­markt zwei Leer­stän­de, für die Nach­mie­ter ge­sucht wer­den: für das Ex-Red und für das Re­stau­rant Vi­va Po­lo­nia.

Rheinische Post Wesel - - An Rhein Und Lippe - VON KLAUS NIKOLEI

WE­SEL Pas­send zum Ad­vent öff­nen in die­sen Ta­gen zwei Gas­tro­no­mie­be­trie­be in We­sel ihr Tü­ren. Aber auch sonst tut sich in der Sze­ne ei­ni­ges. Wir ge­ben ei­nen Über­blick:

Nach mehr­wö­chi­ger Um­bau­pha­se wird am Mon­tag, 10. De­zem­ber, an der Ecke Fles­gen­tor/Neu­stra­ße im Steak­haus Gam­bri­nus erst­mals der Grill an­ge­facht. In der Kü­che steht un­ter an­de­rem Che­fin El­vi­ra Diz­da­re­vic, die im Ser­vice auf die Hil­fe von meh­re­ren Fa­mi­li­en­mit­glie­dern bau­en kann. Dar­un­ter ist auch ihr Mann Sa­jid. Die Diz­da­re­vic’ sind in We­sel kei­ne Un­be­kann­ten, wa­ren sie doch lan­ge Zeit Päch­ter des Au­er­bachs­kel­ler auf dem Fus­tern­berg. Nach ei­ner mehr­jäh­ri­gen Pau­se aus per­sön­li­chen Grün­den, wol­len sie nun am Fles­gen­tor wie­der durch­star­ten. Dass nach der Kar­tof­fel­kis­te meh­re­re Päch­ter oft schon nach we­ni­gen Mo­na­ten das Hand­tuch ge­wor­fen ha­ben, stört den Kroa­ten we­nig. „Qua­li­tät setzt sich durch, da ma­chen wir uns kei­ne Sor­gen. Wir bie­ten Steaks vom Black An­gus und in­ter­na­tio­na­le Spei­sen an sie­ben Ta­gen in der Wo­che.“

Ähn­lich op­ti­mis­tisch ist auch die Köl­ner Ce­vap­ci­ci Re­stau­rants Gm­bH & Co. KG, die an der Ho­hen Stra­ße in der frü­he­ren Food-Lounge ein me­di­ter­ra­nes Spe­zia­li­tä­ten­re­stau­rant mit Schwer­punkt auf Fleisch vom Grill er­öff­net. Los geht’s vor­aus­sicht­lich noch in die­sem Jahr. Dass Ge­schäfts­füh­rer Alen Ibra­hi­mo­vic sei­ne drit­te Fi­lia­le in We­sel er­öff­net, hat da­mit zu tun, dass in We­sel und Um­ge­bung vie­le Men­schen aus dem ehe­ma­li­gen Ju­go­sla­wi­en le­ben. „Und aus un­se­rer Sicht ist es so, dass es hier kein Re­stau­rant mit au­then­ti­scher Bal­kan­kü­che gibt. Und ge­nau die­se Kü­che, die auch den Deut­schen schmeckt, brin­gen wir zu­rück.“

Nur we­ni­ge Hun­dert Me­ter wei­ter Rich­tung Bahn­hof be­fin­det sich das ehe­ma­li­ge Ta­peo seit Mo­na­ten im Dorn­rös­chen­schlaf. Wenn auch nicht mehr in die­sem Jahr, möch­te Neu-Päch­te­rin Ma­ria Teich­ner dann doch ent­we­der am 1. Fe­bru­ar oder ge­nau ei­nen Mo­nat spä­ter die ers­ten Gäs­te im „Fren­zis Me­di­ter­ran Ta­pas und mehr“be­grü­ßen. Die Ober­hau­se­ne­rin be­treibt der­zeit noch das Fren­zis in Wal­s­um und freut sich schon auf den Um­zug in die Kreis­stadt. „Ich woll­te ein klei­ne­res Lo­kal ha­ben und fin­de die La­ge hier pri­ma“, sagt sie. Groß­ar­tig um­bau­en muss sie nicht, hat doch ihr Vor­gän­ger das Ta­peo so zu­rück­ge­las­sen, wie es sich ge­hört. „Ich wer­de al­ler­dings Stüh­le und Ti­sche aus Wal­s­um mit­brin­gen, da­mit mei­ne Gäs­te ge­müt­lich sit­zen“, sagt sie. Und war­um heißt das Re­stau­rant Fren­zis? „Weil mei­ne Toch­ter Fran­zis­ka heißt – ganz ein­fach.“

In ta­tel­lo­sem Zu­stand be­fin­det sich auch das seit Mo­na­ten ver­wais­te Red (zu­vor Cos­mo-Lounge be­zie­hungs­wei­se Mül­lers). Doch ist die Krom­ba­cher Braue­rei als Haupt­päch­ter wei­ter­hin auf der Su­che nach ei­nem ge­eig­ne­ten Be­trei­ber. „Bis­lang“, sagt Ge­biets­ver­kaufs­lei­ter Mar­cus Leurs im Ge­spräch mit un­se­rer Re­dak­ti­on, „ha­ben wir noch kei­nen In­ter­es­sen­ten ge­fun­den, mit des­sen Kon­zept wir ein­ver­stan­den sind.“Ihm schwebt ei­ne „braue­rei­af­fi­ne Spei­se­gast­stät­te vor, wie es sie in We­sel noch nicht gibt“. Sei­ne Hoff­nung ist groß, An­fang nächs­ten Jah­res ei­ne Nach­fol­ge­lö­sung prä­sen­tie­ren zu kön­nen.

Eben­falls nach wie vor ver­waist ist das nur we­ni­ge Me­ter ent­fern­te Ex-Re­stau­rant Vi­va Po­lo­nia. An den mit Pack­pa­pier ver­kleb­ten Schei­ben hängt ei­ne Te­le­fon­num­mer mit dem Hin­weis „zu ver­mie­ten.“Die Wahr­schein­lich­keit, dass dort al­ler­dings noch mal ein Gas­tro­nom sei­ne Pfor­ten öff­net, ist mehr als ge­ring. Im Ge­spräch mit un­se­rer Re­dak­ti­on er­klär­te die Ei­gen­tü­me­rin der Im­mo­bi­le, dass sich Gas­tro­no­mie an die­sem Stand­ort of­fen­bar nicht lohne.

Üb­ri­gens: Nach ei­ner Pau­se, in der Re­no­vie­rungs­ar­bei­ten durch­ge­führt wur­den, ist mitt­ler­wei­le das ita­lie­ni­sche Re­stau­rants An­to­nella am Yacht­ha­fen wie­der ge­öff­net.

Sa­jid Diz­da­re­vic freut sich auf die Er­öff­nung des Gam­bri­nus am Mon­tag.

RP-FO­TOS (4): KLAUS NIKOLEI

Im Fe­bru­ar/März zieht das Fren­zis ins Ex-Ta­peo ein.

Nach wie vor wird für das Ex-Red am Korn­markt ein Be­trei­ber ge­sucht.

Noch vor Weih­nach­ten öff­net das Ce­vap­ci­ci an der Ho­hen Stra­ße.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.