Kreis prüft sub­ven­tio­nier­te Nacht-Ta­xis für Ju­gend

Rheinische Post Wesel - - An Rhein Und Lippe -

KREIS WE­SEL (RP) Zur Fra­ge, ob die We­seler Kreis­ver­wal­tung ein Kon­zept zur Ein­füh­rung ei­nes so­ge­nann­ten Night-Mo­ver-Mo­dells ent­wi­ckeln soll, ist das letz­te Wort noch nicht ge­spro­chen. Im Kreis­aus­schuss mel­de­te Rai­ner Mull für die FDP/VWG-Frak­ti­on am Don­ners­tag noch Be­ra­tungs­be­darf an. So­mit wur­de das The­ma auf den Kreis­tag in der kom­men­den Wo­che ver­tagt. Dis­ku­tiert wur­de den­noch.

Der An­trag der SPD-Frak­ti­on sieht ein Mo­dell wie im Kreis Kle­ve vor, wo Ju­gend­li­che im Al­ter von 16 bis 26 Jah­ren sub­ven­tio­nier­te Ta­xi­fahr­ten zu be­stimm­ten Zei­ten in An­spruch neh­men kön­nen. Dort wer­den Fahr­ten mit fünf Eu­ro pro Per­son und Fahrt be­zu­schusst, die Kos­ten wer­den mit den Kom­mu­nen ab­ge­rech­net. „Am Wo­che­n­en­de fin­det ÖPNV im Kreis We­sel nicht statt. Beim Night-Mo­ver-Mo­dell steht der Schutz der jun­gen Leu­te im Vor­der­grund“, sag­te Gerd Drü­ten (SPD), der auch ei­ne Kom­plett­fi­nan­zie­rung für mög­lich hält.

Hu­bert Kück sieht das an­ders. „Wer fei­ern und trin­ken kann, der kann auch zah­len. Es kann nicht sein, dass sich die, die fei­ern ge­hen, ih­re Heim­fahrt von der All­ge­mein­heit be­zah­len las­sen“, sag­te der Grü­ne. Auch er ha­be sei­ne Toch­ter nachts schon ab­ge­holt. „Mei­ne El­tern ha­ben das bei mir ge­nau so ge­macht.“Auch wenn ihm die Ju­gend am Her­zen lie­ge, sei dies kei­ne Auf­ga­be für die All­ge­mein­heit. Sa­scha Wa­gner schloss sich Drü­ten teils an. Der Night-Mo­ver sei nicht das Maß al­ler Din­ge, aber es spre­che nichts da­ge­gen, das Mo­dell „mal auf­zu­ma­chen und dem Kreis­tag zur Be­ra­tung vor­zu­le­gen“, er­klär­te der Lin­ke. Frank Ber­ger (CDU) fand den Kern­ge­dan­ken eh­ren­wert, be­fürch­te­te je­doch, ei­ne Tür für Wün­sche in Rich­tung Nah­ver­kehrs­plan zu öff­nen.

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