Aus für das Som­mer­ton-Fes­ti­val in Diers­fordt

Die Jazz­fes­ti­val-Ma­cher ge­ben auf. Zu­letzt hat­ten sie feh­len­de För­de­rung be­klagt. In klei­nem Rah­men könn­te es wei­ter­ge­hen.

Rheinische Post Wesel - - An Rhein Und Lippe -

WE­SEL (thh) Nach sie­ben sehr er­folg­rei­chen Jah­ren ver­kün­det der Ver­ein Som­mer­ton mit gro­ßem Be­dau­ern das En­de sei­nes Som­mer­ton-Fes­ti­val-Pro­jek­tes. Dies teil­te am Frei­tag Ver­eins­vor­sit­zen­de An­ge­li­ka Patt mit. Zu­letzt hat­te das Diers­ford­ter Fes­ti­val mit der Er­öff­nung der Mu­ziek Bi­en­na­le 2018 ein Aus­ru­fungs­zei­chen ge­setzt. Das Mu­sik­ereig­nis fand auch in­ter­na­tio­nal An­klang. Da­bei wur­de auch be­kannt, dass För­der­geld nö­tig für ei­ne Fort­set­zung sein wer­de. Mit der Auf­lö­sung des Ver­eins im Ok­to­ber wur­de dann der Schluss­punkt ge­setzt.

Die Hö­he­punk­te der Ver­an­stal­tun­gen kann man sich wei­ter­hin an­schau­en. Die Som­mer­ton-Home­page wird noch bis April 2019 ei­nen Rück­blick auf die mu­si­ka­li­sche Er­folgs­ge­schich­te zei­gen. Zwi­schen­zeit­lich ging es auch um die Fort­füh­rung im klei­ne­ren Rah­men. In die­sem Zu­sam­men­hang sind neue Be­stre­bun­gen be­kannt, Jaz­zer­eig­nis­se nach We­sel zu ho­len. Das bis­he­ri­ge Fes­ti­val hat­te Kos­ten­fak­to­ren wie das gro­ße Ver­an­stal­tungs­zelt, viel Lo­gis­tik und ein drei­tä­gi­ges Pro­gramm zu stem­men. Mu­si­ker von Welt­rang fan­den ih­ren Weg ins Fes­ti­val-Zelt am Schloss Diers­fordt und be­geis­ter­ten Zu­schau­er aus der Re­gi­on, aber ver­mehrt auch aus ganz Eu­ro­pa. „Ein solch am­bi­tio­nier­tes Un­ter­fan­gen mit stei­gen­den Zu­schau­er­zah­len und höchs­ten An­for­de­run­gen an die mu­si­ka­li­sche Qua­li­tät und auch das be­son­de­re Am­bi­en­te so­wie Kom­fort und tech­ni­sche Per­fek­ti­on vor Ort las­sen sich lang­fris­tig nicht in eh­ren­amt­li­cher Ar­beit ei­ni­ger we­ni­ger si­cher­stel­len“, be­rich­tet Patt. Trotz der treu­en Zu­wen­dung der Spon­so­ren, die lang­fris­ti­ge Un­ter­stüt­zung zu­ge­sagt ha­ben, wie auch dem eu­pho­ri­schen Zu­spruch der Be­su­cher fin­det Som­mer­ton nun sein En­de. Das Fa­zit von An­ge­li­ka Patt: „Es hat al­len Be­tei­lig­ten gro­ße Freu­de be­rei­tet, die­ses Klein­od an den Nie­der­rhein zu brin­gen und zu zei­gen, wel­ches Füll­horn klang­li­chen Ge­nus­ses Jazz und Welt­mu­sik schen­ken kön­nen.“

Al­len Un­ter­stüt­zern dankt der Ver­ein, ins­be­son­de­re Schloss­her­rin und Schloss­herrn Bei­chert, die dem Fes­ti­val ein „lie­be­vol­les Zu­hau­se“be­rei­tet hät­ten, den vie­len Hel­fern und den groß­zü­gi­gen Spon­so­ren, oh­ne die es nie ein Som­mer­ton-Fes­ti­val ge­ge­ben hät­te. „Ein be­son­ders herz­li­cher Dank gilt den Som­mer­ton-Be­su­chern, de­ren Be­geis­te­rung uns im­mer wie­der be­flü­gel­te und de­ren kon­zen­trier­te Auf­merk­sam­keit die Mu­si­ker zu Höchst­leis­tun­gen an­sporn­te“, schließt An­ge­li­ka Patt.

RP-FO­TO: MALZ

Ap­plau­die­ren­des Pu­bli­kum beim Som­mer­ton-Fes­ti­val 2008: Da­mals trat das Duo Mar­co Am­bro­si­ni (Ny­ckel­har­pa) und Je­an-Lou­is Ma­ti­nier (Ak­kor­de­on) auf.

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