Die Band Crash Down löst sich auf

Rheinische Post Wesel - - Hamminkeln / Nachbarschaft -

HAMMIN­KELN/REES (ma­vi) Nach zehn Jah­ren löst sich die Band Crash Down auf. Seit 2013 be­steht die heu­ti­ge Be­set­zung mit dem Hal­der­ner Mau­rice Pi­ron (Ge­sang, Gi­tar­re), dem Mil­lin­ger Jan­nik Krach (Gi­tar­re, Hin­ter­grund­ge­sang), dem We­seler Fe­lix Ro­sen­thal (Schlag­zeug) und dem Hammin­kel­ner Lu­cas Nat­ter­mann (Bass).

Es sei schwie­rig ge­wor­den, noch al­le Mu­si­ker für Pro­ben­ter­mi­ne zu ver­ei­nen. Stu­di­en­be­dingt. Wies­ba­den, Bochum, Es­sen und Pa­der­born hei­ßen heu­te ih­re Wohn­or­te. „Wir woll­ten lie­ber jetzt ei­nen schö­nen Schluss­strich zie­hen“, sagt Pi­ron. Ger­ne wol­le der ein oder an­de­re an­de­re We­ge ge­hen. Vi­el­leicht tref­fe man sich in an­de­rer Kon­stel­la­ti­on wie­der.

Im Jahr 2008 wa­ren es ganz jun­ge Te­enager, die die Band grün­de­ten. Re­la­tiv schnell sam­mel­ten sie ers­te Auf­nah­me-Er­fah­run­gen im Stu­dio. 2009 als 13-Jäh­ri­ge stan­den sie als Sup­port-Band für Cold Sweat & The Hor­ny Horns auf der Büh­ne im Saal Slüt­ter. 2013 spiel­ten sie auch noch­mal in Hal­dern als de­ren Vor­band. Ein Jahr spä­ter er­schien die ers­te EP „A.Y.O.R.“(At Your Own Risk). Fes­ti­va­l­auf­trit­te bei­spiels­wei­se beim We­seler Esel-Rock, beim Sto­ne Rock und beim Phö­nix Open Air blei­ben in Er­in­ne­rung.

Beim lan­des­wei­ten Band­con­test SPH im Jahr 2012, bei dem über 500 Bands teil­nah­men, lan­de­ten die jun­gen Mu­si­ker vom Nie­der­rhein auf Platz sie­ben. „Wir durf­ten vor über 1000 Leu­ten spie­len“, er­in­nert sich Pi­ron. Et­li­che Club-Auf­trit­te, et­wa im le­gen­dä­ren Köl­ner Un­der­ground, hin­ter­lie­ßen Ein­druck. 2015 wur­de ihr Song „Dan­cer“im WDR-Ra­dio ge­spielt. Zwei Jah­re spä­ter, 2017, er­schien ihr ein­zi­ges Al­bum mit dem Ti­tel „Quint­es­senz“: „Das war ei­ne Rie­sen­sa­che für uns. Wir ha­ben al­les aut­ark ge­macht“, ver­rät Pi­ron. Und jüngst hat es Crash Down viel Spaß be­rei­tet, in We­sel als Sup­port von Black­out Prob­lems auf­zu­tre­ten.

Die Mu­sik mö­gen die Band­mit­glie­der un­gern in Gen­res ka­te­go­ri­sie­ren. Al­ter­na­ti­ve-Rock und Post-Hard­core tref­fe es am ehes­ten, meint Pi­ron. Vol­ler Elan geht’s zur Sa­che. Po­go-Freun­de kom­men auf ih­re Kos­ten. Der Sound lädt zum Ab­tan­zen ein, reißt sei­ne Zu­hö­rer mit. Laut, bra­chi­al, durch­aus mit Hym­nen-Po­ten­zi­al. Die Gi­tar­ren brin­gen ei­nen Saal mit ih­ren ein­gän­gi­gen Riffs zum Bers­ten. All das ist jetzt Ge­schich­te. Lei­der.

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