Rheurdt be­her­bergt zur­zeit 115 ge­flüch­te­te Men­schen

Un­ter­brin­gung in Ge­mein­schafts­un­ter­künf­ten und an­ge­mie­te­ten Woh­nun­gen. Ers­te Jobs ver­mit­telt.

Rheinische Post Xanten - - Neukirchen-vluyn / Rheurdt -

RHEURDT (dne) Zur Sit­zung des So­zi­al­aus­schus­ses am Don­ners­tag­abend hat die Ver­wal­tung Zah­len über die Flücht­lings­si­tua­ti­on in der Ge­mein­de vor­ge­legt. In Rheurdt le­ben zur­zeit 115 Flücht­lin­ge. Von ih­nen be­zie­hen 58 Per­so­nen Leis­tun­gen nach dem Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz und 57 Per­so­nen Leis­tun­gen nach dem SGB II, um­gangs­sprach­lich Hartz IV ge­nannt. Die Ge­mein­de hat die Flücht­lin­ge so­wohl in ei­gens an­ge­mie­te­ten Woh­nun­gen, als auch in Ge­mein­schafts­un­ter­künf­ten un­ter­ge­bracht. Ak­tu­ell ha­be die Ge­mein­de Rheurdt sechs Woh­nun­gen und ein Haus an­ge­mie­tet. Im lau­fen­den Jahr konn­ten zehn Per­so­nen und Fa­mi­li­en ei­ge­ne Woh­nun­gen in Rheurdt an­mie­ten. Das wird als klei­ner Er­folg an­ge­se­hen. Die Ver­wal­tung sucht je­doch wei­ter­hin Wohn­raum für Ein­zel­per­so­nen und Fa­mi­li­en zur An­mie­tung.

Ge­flüch­te­te, die noch in ei­ner Auf­nah­me­ein­rich­tung des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len oder ei­ner an­de­ren vor­über­ge­hen­den Un­ter­kunft le­ben, kön­nen durch das Bun­des­land in­ner­halb von sechs Mo­na­ten nach An­er­ken­nung ver­pflich­tet wer­den, ih­ren Wohn­sitz an ei­nem be­stimm­ten Ort zu neh­men; dies wird im Amts­deutsch „Wohn­sitz­zu­wei­sung“ge­nannt. Dies soll der Ver­sor­gung mit an­ge­mes­se­nem Wohn­raum die­nen. Die Er­fül­lungs­quo­te liegt laut Mit­tei­lung der Be­zirks­re­gie­rung Arns­berg ak­tu­ell bei noch 56 Per­so­nen mit ei­ner Wohn­sitz­zu­wei­sung und fünf Per­so­nen nach dem Flücht­lings­auf­nah­me­ge­setz, so die Rheurd­ter Ver­wal­tung. Ins­ge­samt sei­en die Flücht­lings­zah­len rück­läu­fig.

Mit Blick auf ei­ne In­te­gra­ti­on ha­ben zahl­rei­che Flücht­lin­ge er­folg­reich den ent­spre­chen­den Kurs ab­sol­viert und das Sprach­ni­veau B1 er­reicht. Dies be­deu­tet, sie kön­nen si­ch­auf ei­nem fort­ge­schrit­te­nen Ni­veau die Spra­che an­wen­den. Ei­ni­ge Flücht­lin­ge be­su­chen im An­schluss an den In­te­gra­ti­ons­kurs den Sprach­kurs mit dem Ziel das Sprach­ni­veau B2, selb­stän­di­ge Sprach­ver­wen­dung. Ei­ne so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Tä­tig­keit konn­te bis­lang an sie­ben Per­so­nen und die Auf­nah­me ei­nes Mi­ni­jobs an zwei Per­so­nen ver­mit­telt wer­den.

FO­TO: RHEURDT

Über die Flücht­lings­ar­beit sprach Bür­ger­meis­ter Klaus Klei­nen­kuh­nen En­de No­vem­ber mit Ca­ri­tas, Ge­mein­de­ver­wal­tung und 13 en­ga­gier­ten Bür­gern.

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