Xan­ten will 2019 kei­ne Stra­ßen sa­nie­ren

So­lan­ge un­klar ist, was aus den um­strit­te­nen An­lie­ger­bei­trä­gen in NRW wird, will Xan­ten auf Stra­ßen­bau­maß­nah­men ver­zich­ten. Aber aus­ste­hen­de Bei­trä­ge will die Ver­wal­tung noch kas­sie­ren.

Rheinische Post Xanten - - Bote Für Stadt Und Land -

XAN­TEN (wer) In ei­nem Punkt sind sich Xan­tens Par­tei­en weit­ge­hend ei­nig: Die Stadt soll­te 2019 kei­ne Stra­ßen sa­nie­ren oder bau­en, weil un­klar ist, wie sehr An­lie­ger künf­tig an den Kos­ten be­tei­ligt wer­den. Ein ent­spre­chen­der Vor­schlag der Ver­wal­tung wur­de von fast al­len Mit­glie­dern im Haupt­aus­schuss un­ter­stützt. Die end­gül­ti­ge Ent­schei­dung fällt am Di­ens­tag im Stadt­rat. Ei­ne Mehr­heit ist wahr­schein­lich.

Hin­ter­grund ist, dass die NRW-Lan­des­re­gie­rung die um­strit­te­nen Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge über­prüft, die nach dem Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz (KAG) er­ho­ben wer­den. CDU und FDP ha­ben ei­ne Ent­las­tung der Bür­ger ver­spro­chen. Un­klar ist aber, in wel­chem Um­fang und wann. Ver­wal­tung und Po­li­tik in Xan­ten wol­len des­halb ver­hin­dern, dass die Stadt die Bei­trä­ge für ei­ni­ge Grund­stücks­be­sit­zer noch nach der al­ten Re­ge­lung be­rech­net, die Lan­des­re­gie­rung dann aber Än­de­run­gen be­schließt.

Da­mit en­det aber auch schon die Ei­nig­keit zwi­schen Xan­tens Par­tei­en: Mat­thi­as Voll von der BBX for­der­te auch, dass die Stadt kei­ne Bei­trä­ge mehr für ge­ra­de ab­ge­schlos­se­ne Stra­ßen­ar­bei­ten er­hebt. So weit ging die FBI nicht. Sie woll­te aber, dass noch aus­ste­hen­de Ge­büh­ren­be­schei­de nur vor­läu­fig er­las­sen wer­den – da­mit sie zu­guns­ten der Bür­ger ge­än­dert wer­den kön­nen, falls die Lan­des­re­gie­rung ei­ne Ent­las­tung be­schließt. „Wir wol­len die Chan­ce ha­ben, dass An­lie­ger kei­ne Bei­trä­ge zah­len müs­sen, wenn die­se ab­ge­schafft wer­den“, sag­te Pe­ter Hil­big (FBI).

Aber bei­de Par­tei­en schei­ter­ten mit ih­ren Vor­schlä­gen im Haupt­aus­schuss. „Wir kön­nen kei­nen Bei­trags­be­scheid vor­läu­fig ma­chen, nur weil es in Düs­sel­dorf ei­ne po­li­ti­sche De­bat­te gibt“, sag­te Xan­tens Bür­ger­meis­ter Tho­mas Görtz (CDU). So­lan­ge ein Ge­setz nicht ab­ge­schafft sei, müs­se sich die Ver­wal­tung dar­an hal­ten. Ei­ne Än­de­rung des KAG kön­ne nur für noch nicht be­gon­ne­ne Stra­ßen­bau­ar­bei­ten gel­ten. Ei­ne knap­pe Mehr­heit im Haupt­aus­schuss folg­te die­sem Ar­gu­ment. Es geht um viel Geld: Für den Aus­bau der Hein­rich-Len­sing-Stra­ße plant die Ver­wal­tung in den nächs­ten Jah­ren Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge von ins­ge­samt ei­ne Mil­li­on Eu­ro ein.

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