Markt in Men­ze­len: Bom­ben­su­che kann star­ten

Rheinische Post Xanten - - Bote Für Stadt Und Land -

AL­PEN (bp) Auch wenn Bag­ger je­de Men­ge Er­de bei­sei­te räu­men, wird es mit dem Bau des ge­plan­ten Ede­ka-Mark­tes in Men­ze­len noch ei­ne Wei­le dau­ern. „Es han­delt sich le­dig­lich um vor­be­rei­ten­de Maß­nah­men“, sag­te Vol­ker Schlicht, Pla­nungs­chef im Rat­haus. Das Feld an der Xan­te­ner Stra­ße (B57) zwi­schen der al­ten Bahn­li­nie und der Neue Stra­ße wird auf­be­rei­tet für den Kampf­mit­tel­räum­dienst. Da­mit der den Acker, einst La­ger­stät­te für Bo­den­aus­hub, nach ex­plo­si­ven Rück­stän­den aus dem Zwei­ten Welt­krieg un­ter­su­chen kann, muss die Flä­che „ni­ve­augleich“sein mit dem Zu­stand von 1945, er­läu­tert Schlicht. Der Be­fund der Kampf­mit­te­l­ex­per­ten sei un­er­läss­lich für die not­wen­di­ge Än­de­rung des Be­bau­ungs­plans und da­mit wich­ti­ge Vor­aus­set­zung für die Bau­ge­neh­mi­gung, auch wenn’s Zeit kos­te.

Das Pro­jekt, auf das In­ves­tor und Be­völ­ke­rung im Ort schon so lan­ge war­ten, hat mit wei­te­ren Ver­zö­ge­run­gen zu kämp­fen. Wenn die Kampf­mit­tel-Ex­per­ten das Feld ge­räumt ha­ben, rü­cken die Archäo­lo­gen an, um nach rö­mi­schen Spu­ren zu gr­a­ben. Auch das Lärm­gut­ach­ten, das längst vor­lie­gen soll­te, so Schlicht, ha­be er­heb­li­che Ver­spä­tung. Grund sei­en Bau­maß­nah­men, die sich auf den Ver­kehr aus­ge­wirkt und ei­ne ver­läss­li­che Un­ter­su­chung nicht zu­ge­las­sen hät­ten. Ein­mal sorg­te die Sa­nie­rung der B58 zwi­schen Bü­de­rich und Grün­thal für er­heb­li­chen Schleich­ver­kehr. Dann war die Neue Stra­ße (K22) selbst Bau­stel­le. Da­her stockt das Plan­ver­fah­ren für den Bau des Su­per­mark­tes mit der um 600 Qua­drat­me­ter re­du­zier­ten Ver­kaufs­flä­che von 1200 Qua­drat­me­tern. Ne­ben dem Voll­sor­ti­men­ter sol­len ei­ne Bä­cke­rei mit Ca­fé, ei­ne Apo­the­ke und ein Blu­men­ge­schäft ein­zie­hen. Zu­dem gab’s Ge­sprä­che mit der DHL über ei­ne Pack­stati­on. Knapp 200 Stell­plät­ze sind ge­plant. Da der B-Plan hier Ge­wer­be vor­sieht, muss ein Son­der­ge­biet aus­ge­wie­sen wer­den. Der Rat hat den Auf­stel­lungs­be­schluss ge­fasst. Die Of­fen­la­ge der Än­de­rung kann erst er­fol­gen, wenn al­le Un­ter­su­chun­gen ab­ge­schlos­sen sind. Ei­gent­lich soll­te der Sat­zungs­be­schluss als Grund­la­ge für den Bau­an­trag noch in die­sem Jahr vor­lie­gen. Schlicht geht da­von aus, dass es Som­mer wird bis zum ers­ten Spa­ten­stich.

RP-FO­TO: FI­SCHER

Der Re­gen hat die ab­ge­scho­be­ne Flä­che in ei­nen See ver­wan­delt.

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